„USA nicht der richtige Ort“

„USA nicht der richtige Ort“

Chelsea-Coach Enzo Maresca hat die USA nach dem denkwürdigen Viertelfinal-Einzug bei der Klub-WM als falschen Austragungsort kritisiert. Beim 4:1 (1:1, 0:0)-Erfolg nach Verlängerung gegen Benfica Lissabon hatte es eine fast zweistündige Verzögerung wegen eines drohenden Unwetters gegeben. Es war bereits die sechste Unterbrechung wegen Unwetters im 50. Spiel des neu geschaffenen Wettbewerbs des Fußball-Weltverbandes FIFA.

„Wenn sie schon sechs, sieben, acht Spiele unterbrochen haben, dann funktioniert hier irgendetwas nicht“, sagte Maresca nach Spielende. „Die USA sind nicht der richtige Ort für diesen Wettbewerb.“ Sein Kapitän Reece James monierte im Anschluss, dass es für die Spieler einfach störend sei, so lange sitzen und warten zu müssen.

In der 86. Minute zieht sich der Himmel zu

Schiedsrichter Slavko Vincic hatte die Spieler in der 86. Minute vorzeitig in die Kabinen geschickt, als sich der Himmel verdunkelte. In der Nähe des Stadions drohten Blitzeinschläge, teilte der Weltverband FIFA mit. Begleitet von eindringlichen Durchsagen des Stadionsprechers verließen auch die Zuschauer die Ränge. Letztlich blieb die Gefahr direkt über dem Stadion eher abstrakt.

Die Mannschaft des FC Bayern landete wegen einer Gewitterwarnung auf dem Weg zu ihrem Achtelfinale gegen Flamengo heute Abend erst mit zwei Stunden Verspätung in Fort Lauderdale.

Neben dem Umgang mit dem Wetter wurde die FIFA während des Turniers bereits mehrfach für ihre Spielansetzungen und die Platzbedingungen kritisiert. Die USA richten im kommenden Jahr gemeinsam mit Kanada und Mexiko die WM-Endrunde aus.

Chelsea siegt in Verlänmgerung

Weltmeister Angel Maria, der von Benfica zu seinem Jugendverein Rosario Central in Argentinien wechselt, hatte die Verlängerung mit einem spät verwandelten Handelfmeter (90.+5) überhaupt erst ermöglicht.

Für Chelsea erzielten James (64. Minute), der ehemalige Leipziger Christopher Nkunku (108.), Pedro Neto (114.) und Kiernan Dewsbury-Hall (117.) die Tore. Benfica ging in der Verlängerung auch deshalb unter, weil Gianluca Prestianni (91.) in dieser früh Gelb-Rot sah. Nach Nkunkus 2:1, begünstigt durch einen Torwartfehler, konterte Chelsea noch zweimal eiskalt.

Die vielen Fans, die sich vorzeitig auf den Heimweg machten, verpassten die Extraschicht, die nach der rund zweistündigen Unterbrechung angepfiffen wurde. Di Maria schickte Benfica per verwandeltem Strafstoß in die Verlängerung, nachdem Malo Gusto der Ball an die Hand gesprungen war. Weil Prestianni wegen wiederholten Foulspiels vom Feld musste und Benficas Torhüter Anatolij Trubin vor Nkunkus 2:1 einen haltbaren Ball durch die Beine rutschen ließ, blieb Benfica die Krönung des Comebacks am Ende verwehrt.

Für Chelsea geht es am frühen Samstag (MESZ) im Viertelfinale in Philadelphia gegen Palmeiras aus São Paulo weiter. Der brasilianische Club hatte das Duell gegen Landesrivale Botafogo FR aus Rio de Janeiro mit 1:0 (0:0) nach Verlängerung gewonnen. Das entscheidende Tor erzielte der frühere Leverkusener Bundesliga-Profi Paulinho in der 100. Minute.

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