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Nach den tödlichen Schüssen auf einen Polizisten im Saarland laufen Ermittlungen zu den Umständen. Es werden zudem Spuren ausgewertet. Der Polizist war am Donnerstagabend bei einem Einsatz in Völklingen nach einem Überfall auf eine Tankstelle erschossen worden. Der mutmaßliche Täter wurde verletzt und festgenommen.
„Die Kollegen waren bis spät in die Nacht mit der Tatortarbeit beschäftigt“, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Die Vorbereitungen zu den ersten Auswertungen des Spurenbilds liefen aktuell.
Zur Identität des Mannes sowie zu seinem Motiv konnte der Sprecher am Morgen zunächst weiterhin keine Angaben machen. Im Laufe des Tages werde es eine Pressekonferenz geben, kündigte er an.
Nach dem Raubüberfall auf die Tankstelle hatten zwei Polizeibeamte einen der Täter zu Fuß verfolgt, wie der Polizeisprecher erläuterte. Es sei zu einem Gerangel gekommen, der Mann habe einem der Beamten die Schusswaffe entreißen können und mehrfach auf die Polizisten geschossen. Der Täter sei bei dem Schusswechsel ebenfalls getroffen worden. Er wurde festgenommen.
In Völklingen war am Donnerstagabend ein Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften im Einsatz. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt, auf den Straßen waren Polizeibeamte mit Maschinenpistolen unterwegs. Auch mehrere Rettungswagen waren im Einsatz.
Jost: „schwärzesten Tage für das Saarland und für die saarländische Polizei“
Nähere Angaben zum Alter des verstorbenen Beamten machte der Ministeriumssprecher unter Verweis auf den Schutz der Persönlichkeit zunächst nicht. Ein Polizeisprecher sagte, das Opfer sei ein „klassischer Einsatzbeamter auf der Dienststelle“ gewesen. Der saarländische Innenminister Reinhold Jost (SPD) sprach am späten Abend von einem 34 Jahre alten, engagierten Polizeioberkommissar.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zeigte sich von dem gewaltsamen Tod des Polizisten erschüttert.. „Ich bin entsetzt und schockiert angesichts der brutalen Gewalttat in #Völklingen“, zitierte das Innenministerium den CSU-Politiker am späten Abend auf der Plattform X.
Auch die saarländische Landespolitik reagierte mit Trauer und Bestürzung. „Ein junger Polizist ist aus dem Leben und aus seiner Familie gerissen worden“, schrieb Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) auf Instagram. „Wohl niemand kann sich das Leid der Angehörigen vorstellen. Ich trauere mit der Familie des Beamten, der in Völklingen im Einsatz für unsere Sicherheit tödlich verletzt wurde.“
Jost, der sich noch am Abend am Tatort über das Verbrechen informiert hatte, sprach von einem der „schwärzesten Tage für das Saarland und für die saarländische Polizei“. Er sprach der Familie, den Kollegen und Freunden des Opfers sein Mitgefühl aus. „Wir werden die Angehörigen und die Polizeifamilie in dieser schweren Zeit bestmöglich unterstützen. Zugleich werden wir den Einsatzablauf sorgfältig aufarbeiten.“ Die saarländische Polizei als Familie werde aber auch hier zusammenhalten.
Die CDU im Saarland und die Gewerkschaft der Polizei zeigten sich ebenfalls erschüttert. „Die Nachricht erfüllt uns mit tiefer Trauer und Bestürzung“, erklärte CDU-Landeschef Stephan Toscani. Er sprach den Angehörigen und Freunden des getöteten Beamten sein Beileid aus.
„Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen und Liebsten des im Dienst getöteten Kollegen“, teilte der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke am Abend mit. Der Familie wie auch den Kollegen und anderen beteiligten Einsatzkräften wünsche er viel Kraft.
Die Stadt Völklingen hat nach eigenen Angaben rund 40.000 Einwohner und zählt zu den größeren Städten im Saarland. Sie ist vor allem durch das Weltkulturerbe Völklinger Hütte bekannt, einem ehemaligen Eisenwerk.
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