„Warum Mesut Özil polarisiert und spaltet“
Als Mesut Özil das bislang letzte Mal für den Londoner Klub FC Arsenal Fußball gespielt hat, waren mehr als 60.000 Zuschauer im Stadion. Das war Anfang März, kurz bevor der Spielbetrieb in England wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochen wurde. Etwa sieben Monate sind seither vergangen. Es ist unwahrscheinlich, dass Özil noch einmal für seinen Klub auflaufen wird. In dieser Woche mussten die Vereine der Premier League ihre 25er-Kader für den Rest der Premier-League-Hinrunde anmelden – und Özil gehört nicht mehr dazu. Zuvor hatte Trainer Mikel Arteta ihn nicht für die Gruppenphase der Europa League registriert. Özil, 32 Jahre alt, 2014 mit Deutschland Weltmeister, spielt keine Rolle mehr.

Özil hat nach seinem Durchbruch in der Bundesliga für Real Madrid gespielt, bevor er 2013 für die damalige Vereinsrekordsumme von 47 Millionen Euro zum FC Arsenal gewechselt ist. In mehr als 250 Spielen in England hat er sich auch hier den Ruf als virtuoser Vorlagengeber erarbeitet. Sein früherer Trainer Arsène Wenger, der den Klub vor zwei Jahren verlassen hat, erzählte kürzlich der BBC, Özil auszugrenzen sei ein Verlust für den Spieler und den Verein. „Er ist in einem Alter, in dem ein Spieler seines Talents am produktivsten sein kann“, sagte der Franzose, um gleich hinzuzufügen, warum Özil es so schwer hat: „So, wie sich der Fußball im Moment entwickelt, geht es um schnelles Gegenpressing, schnelles Umschalten, alle spielen gleich. So wurden Spieler wie Özil verdrängt.“
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