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Diese außergewöhnliche Episode des „Pokémon“-Anime hatte es ganz schön in sich! So sehr, dass hunderte Leute, darunter über 600 Kinder, ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Das mysteriöse Phänomen wurde noch Jahre später untersucht.
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Vor allem heutzutage können ältere Episoden bekannter Kinderserien etwas verstörend wirken. Dabei geht es häufig um die Sprache, das Aussehen, teilweise aber auch eine gewisse „Härte“, sei es nun physischer oder psychischer Natur, welcher Kinder ausgesetzt wurden. Schließlich erinnern sich viele Erwachsene von heute eher mit, sagen wir, „gemischten Gefühlen“ an „Unten am Fluss“, das 2018 übrigens ein Serien-Remake erhielt.
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Und gerade Animes aus Japan legen gerne eine Schippe zu viel drauf. So auch bei einer extremen Folge des überall auf der Welt bekannten „Pokémon“-Animes. Jene Episode aus dem Jahr 1997 zeigte rapide wechselnde Lichteffekte, sodass bei mehr als 600 Kindern epileptische Anfälle als Folge eintraten. Die sofortige Entfernung nach der Erstausstrahlung erscheint nur allzu verständlich. Da dann doch lieber „Bluey“ gucken, wo sich gerade übrigens ein Film in Arbeit befindet.
„Pokémon Shock“ brachte über 600 Kinder ins Krankenhaus
Die Folge „Electric Soldier Porygon“ (im japanischen Original „Dennō Senshi Porygon“) hat es nicht bis aus Japan rausgeschafft. Jene Episode arbeitete mit wiederkehrenden Blitzlichteffekten, die sich nachgewiesen auf insgesamt 685 Kinder extrem negativ ausgewirkt haben. So traten Symptome wie temporäre Blindheit, epileptische Krampfanfälle bis hin zu Ohnmachtsanfällen bei einer Vielzahl von Kindern auf, die zwecks weiterer Behandlung das Krankenhaus aufsuchen mussten.
Aber nicht nur das: Die Ausstrahlung der Folge und die Berichterstattung über die eingelieferten Patienten in den darauffolgenden Tagen hatte selbst wiederum weitreichende Folgen. Mehr und mehr Personen, nicht nur Kinder, berichteten von Beschwerden und ließen sich untersuchen. Dieses merkwürdige Phänomen wurde später von Forschern untersucht, die zu dem Schluss kamen, dass diese Eigendynamik eine Massenhysterie bei der Bevölkerung Japans ausgelöst hatte (via The Guardian). Das Phänomen machte international unter dem Namen „Pokémon Shock“ Schlagzeilen.
Was waren die langfristigen Folgen dieses Phänomens?
Diese außergewöhnliche Episode des Pokémon-Animes ist lediglich ein einziges Mal 1997 in Japan gelaufen. Doch die Folgen sind vor allem heute klar zu erkennen, denn schließlich war klar, dass gerade intensive Lichteffekte für alle Zuschauenden keinesfalls schädlich sein dürfen. Die TV-Standards erfuhren eine Überarbeitung und immer dann, wenn starke Lichteffekte in Serien, Filmen oder Videospielen auftreten, gibt es im Vorfeld eine klare Trigger-Warnung mit wichtigen Informationen. Und dass es auch anders geht, könnte das Pokémon-Projekt der „Shaun das Schaf“-Macher zeigen.
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