„Wenn früh aufstehen „echter Luxus“ ist“
Vier Tage am Stück: So viel hat Anna Sander schon lange nicht mehr gearbeitet. Und obwohl sie dafür Anfang Dezember plötzlich wieder um 4 Uhr morgens aufstehen musste, sei das „echter Luxus“ gewesen, sagt sie. Die 34-Jährige ist am Frankfurter Flughafen bei einer Cateringfirma tätig, die verschiedene Fluggesellschaften mit Essen und Getränken beliefert. Ihre Aufgabe ist es, zu überwachen, dass die Lastwagen rechtzeitig beladen werden und pünktlich losfahren, um die Lieferung an die Flugzeugcrew zu übergeben.

Dass sie einmal so froh sein würde, wieder auf dem Vorfeld zu stehen, hätte die junge Frau, die eigentlich anders heißt, wohl selbst nicht vermutet. Doch als im Frühjahr am Flughafen von jetzt auf gleich alles stillstand, schickte ihr Arbeitgeber sie in Kurzarbeit: Drei Monate lang hat sie gar nicht gearbeitet, danach jeweils zwei einzelne Tage im Monat. In dem Café, in dem Sander seit einigen Jahren nebenbei jobbt, gab es im ersten Lockdown auf einmal ebenfalls nichts mehr für sie zu tun. Es gehe ihr nicht schlecht, sie habe sich mit der Situation arrangiert, erzählt sie. „Aber es gibt natürlich Tage, an denen ich mich sehr langweile. An denen ich ins Grübeln komme, wie es weitergeht und ob ich vielleicht doch irgendwann meinen Arbeitsplatz verliere.“
Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, vergessen Sie nicht, ihn mit Ihren Freunden zu teilen. Folgen Sie uns auch in Google News, klicken Sie auf den Stern und wählen Sie uns aus Ihren Favoriten aus.
Wenn Sie an Foren interessiert sind, können Sie Forum.BuradaBiliyorum.Com besuchen.
Wenn Sie weitere Nachrichten lesen möchten, können Sie unsere Nachrichten kategorie besuchen.