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In der DDR hatten es Filmschaffende nicht immer leicht, viele Produktionen wurden von der Regierung missbilligt; so auch dieses Format.
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Ob „Denk bloß nicht, dass ich heule“ oder „Sommerwege“ – Filmproduktionen in der Deutschen Demokratischen Republik standen oftmals unter keinem guten Stern. Beim damaligen System war es kein Wunder, dass die Regierung auch über Filmschaffende mit Argusaugen wachte. Unter diese Produktionen fällt auch „Daniel Druskat“. Die fünfteilige Spielfilmserie gibt es jetzt bei Amazon Prime Video zum Kaufen oder Leihen.
„Daniel Druskat“ kann als legendäre DDR-Produktion bezeichnet werden. Ob die Werke aus unserem Video Kultstatus-Potenzial haben, könnt ihr im Kino sehen.
Die Handlung von „Daniel Druskat“
Eigentlich gilt Daniel Druskat (Hilmar Thate) in seiner Funktion als Vorsitzender der Altenstein-LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) als Vorzeigebürger der DDR und der Sozialistischen Einheitspartei. Doch als der Familienvater festgenommen wird, machen im Dorf Gerüchte die Runde. Tochter Anja (Sabine Elsholz) sucht nun nach Antworten, die sie beim konkurrierenden Genossen Max Stephan (Manfred Krug, „Weite Straßen, stille Liebe“) zu finden glaubt. Steckt der womöglich hinter der Festnahme?
Das macht „Daniel Druskat“ sehenswert
Glaubhaft zeichnet der TV-Fünfteiler das Leben in der DDR und macht aus seiner Prämisse einen treibenden Dorf-Krimi. Mit kritischem Unterton und einer glänzenden Besetzung damaliger DDR-Stars kann die Spielfilmreihe nicht nur erzählerisch, sondern auch darstellerisch Punkten. Dass die 1976 erstmals ausgestrahlte TV-Produktion ganze 13 Jahre im DDR-Fernsehen nicht mehr gesendet wurde, liegt tatsächlich an der prominenten Besetzung. Denn als Manfred Krug, Hilmar Thate und Angelica Domröse („Die Legende von Paul und Paula“) der DDR den Rücken kehrten, wurde der Fünfteiler nicht mehr gesendet. Erst nach der Wende flimmerte die Serie im Dezember 1989 wieder über die Bildschirme.
Dass „Daniel Druskat“ ein derart authentisches Bild der damaligen Zeit zeichnet, liegt vor allem an der beeindruckenden Inszenierung von Regisseur Lothar Bellag. Denn der Filmemacher drehte sein Format ausschließlich an echten Schauplätzen wie Gaststätten, Bauernhäusern und Kultureinrichtungen – was um die so mitreißende wie dramatische Erzählung einen historisch akkuraten Rahmen zieht und den Hauptdarsteller*innen eine realistische Bühne bietet.
Wie gut ihr die legendären DDR-Produktionen kennt, könnt ihr im Quiz unter Beweis stellen:
Derzeit ist „Daniel Druskat“ digital nur im Kaufstream bei Amazon Prime Video erhältlich, möglicherweise wird der Fünfteiler aber in Zukunft noch mal im MDR ausgestrahlt. 2024 lief das Krimi-Drama-Format dort das letzte Mal. Wer Fan von DDR-Produktionen ist und sich die Serie aber am liebsten ins Regal stellen möchte, findet sie bei Amazon aber auch als DVD-Box.
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