Inhaltsverzeichnis
Dass bei WhatsApp unter Windows eine größere Veränderung bevorsteht, wissen wir schon länger. Die derzeit noch aktuelle Version, die native Windows-Technologien verwendet und leistungstechnisch sehr effizient arbeitet, bekommt keine neuen Funktionen mehr und wird künftig durch eine Variante abgelöst, die WhatsApp Web in einen minimalen Browser packt und dabei auf WebView2 zugreift. Der Rollout soll nun gestartet sein.
Darüber berichten die Kollegen von Windows Latest in einem aktuellen Beitrag. Seit dem 5. November soll Meta mit der entsprechenden Umstellung begonnen haben. Worauf wir uns vor allem einstellen sollten, ist ein wesentlich größerer Ressourcenhunger. Nach den Messungen der Kollegen belegt die neue Version durchschnittlich 1,2 GB Arbeitsspeicher. Werden Chats nachgeladen, können es bis zu 2 GB sein, im Einzelfall soll sich WhatsApp auch bis zu 3 GB Arbeitsspeicher genehmigt haben. Um euch mal einen Vergleich zu geben: Das entspricht etwa dem 7-fachen, was Signal Desktop als Electron-App bei mir auf die Waage bringt.
Da werden düstere Erinnerungen an den alten Client von Microsoft Teams wach, der selbst aber nicht mal so langsam und hungrig war, wie es die Kollegen beim neuen WhatsApp-Client beschreiben. Dass die Entwickler extra für Windows nochmal Optimierungen vornehmen, sollten wir wohl eher nicht erwarten. Dass das Interesse von Meta an vernünftigen Desktop-Clients mittlerweile begrenzt ist, hat die Einstellung vom Facebook Messenger zuletzt bewiesen. Der basierte immerhin auf React Native, der gleichen Technologie wie die moderne Xbox-App von Microsoft.
Was könnt ihr tun, um dem Grauen zu entkommen? Laut den Kollegen kann eine Variante sein, einfach WhatsApp Web über Edge als „App“ in Windows zu integrieren, das soll wesentlich weniger hungrig sein. Wer einen Desktop-Client haben möchte, könnte auch eine Alternative wie Altus probieren, der kürzlich in Version 5.7.2 erschienen ist.
Über den Autor

Kevin Kozuszek
Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und für Entwickler zu berichten hat. Regelmäßige Beiträge aus meinem digitalen Alltag sind auch dabei.
Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, vergessen Sie nicht, ihn mit Ihren Freunden zu teilen. Folgen Sie uns auch in Google News, klicken Sie auf den Stern und wählen Sie uns aus Ihren Favoriten aus.
Wenn Sie weitere Nachrichten lesen möchten, können Sie unsere Technologie kategorie besuchen.