
Als Jose Luis Arias Reynoso vor sieben Jahren aus Mexiko nach Deutschland kam, sprach er nur Englisch im Büro in Bad Vilbel mit seinen Kollegen aus Frankreich, Uruguay, China und anderen Ländern. Heute betreut der Architekt ein Bauprojekt am Frankfurter Flughafen und kann in den Besprechungen ohne Probleme komplexe Sachverhalte in der deutschen Sprache mit seinen Geschäftspartnern diskutieren. „Ich habe das Niveau C2 erreicht, das ist das höchste Level“, sagt Reynoso, „bis dahin war es aber ein langer, mühsamer Weg.“
Seit sieben Jahren geht der Familienvater zwei Mal in der Woche um 19 Uhr, nach der Arbeit, zu einem 90 Minuten langen Kurs bei der Sprachschule Inlingua in Frankfurt. Inzwischen hat er Freundschaften an der Schule geschlossen, die Atmosphäre sei freundlich und familiär, findet er. Seine Frau kommt auch aus Mexiko, das Paar hat zwei Kinder im Alter von acht und drei Jahren. „Uns ist es sehr wichtig, mit Lehrern oder Kinderärzten gut reden zu können, darum lernt meine Frau auch Deutsch“, sagt Reynoso. Eine Unterrichtseinheit bei dem Franchiseunternehmen Inlingua dauert je 45 Minuten, in allen Sprachen. Vier Einheiten je Woche sind für Erwachsene vorgesehen, die neben ihrem Beruf an zwei Abenden wöchentlich eine Fremdsprache lernen möchten, was für Erwachsene viel schwieriger ist als für Kinder oder Studierende, die ein Erasmus-Semester absolvieren. „Ich habe ungefähr sieben Monate gebraucht, um ein Level zu erreichen“, sagt der Mexikaner.
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