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„Wie Sommer im Frühling“
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer – und auch die warmen Temperaturen der vergangenen Tage halten nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nicht über die Ostertage an. Zwar ist es am Donnerstag noch recht warm mit Höchsttemperaturen von 20 Grad im Norden und bis zu 25 Grad im Süden, doch bereits am Abend soll es deutlich kälter werden. Der Einfluss von Hoch „Nicole“ lässt deutlich nach. Für die Ostereiersuche im Freien ist daher keine Sommerkleidung angesagt. In der Nacht zu Freitag ist vor allem im Norden Deutschlands sogar mit leichtem Frost zu rechnen.
Zuvor wurde es den Deutschen aber sichtlich warm. Es trieb sie nach draußen. Überall in den Parks, am Wasser und vor Cafés wollten die Menschen in der Hauptstadt Berlin das warme Frühlingswetter genießen. Mit Blick auf die Ostertage hofft die Polizei, dass die Berliner angesichts der Corona-Auflagen vernünftig bleiben. Die Beamten äußerten Verständnis dafür, dass die Menschen nach draußen wollen. „Aber bitte verantwortungsvoll“, sagte eine Sprecherin. Die Polizei ist in dieser Woche und an Ostern mit mehr Kräften im Einsatz, um die Einhaltung der Corona-Regeln zu kontrollieren. Dabei hat sie auch Orte im Blick, an denen sich bei schönem Wetter viele Leute treffen, wie das Tempelhofer Feld, den Mauerpark und den Park am Gleisdreieck, wie die Sprecherin sagte.
Auch in Köln zeigten sich die Menschen auf den Straßen und in den Parks. Laut den Kollegen des WDR gab es in der Domstadt sogar einen neuen Wärmerekord. 26,7 Grad wurden demnach am Botanischen Garten gemessen – der höchste Wert seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Der bisherige Rekord lag demnach bei 26,3 Grad am 29. März 1968. In Frankfurt waren die Temperaturen ähnlich hoch. Vor den Eisdielen in Sachsenhausen bildeten sich lange Schlangen.
Ostern Sonne, aber deutlich kühler
In Berlin waren die Parks bereits am Dienstag gut besucht. Im Mauerpark saßen die Menschen in Gruppen auf den Wiesen. Einige hatten den Grill angeworfen. Manche hörten laut Musik. Der Gleisdreieckpark war von nachmittags bis in den Abend voll. Als es dunkel wurde, war auch hier viel Musik zu hören. Es bildeten sich große Gruppen. Am Mittwoch zog es bei Temperaturen um die 24 Grad einige Menschen auch ans Wasser. Am Strandbad Müggelsee sonnten sich Besucher auf der Wiese, manche wagten sich schon ins Wasser.
Am Donnerstag sollen die Temperaturen in Berlin und Brandenburg nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nur noch 13 bis 19 Grad erreichen. Zeitweise sei Regen möglich.
Immerhin: Am Osterwochenende sorgt das Hoch „Odette“ für ordentlich Sonnenschein. Die Temperaturen liegen am Samstag allerdings nur bei höchstens zwölf bis 15 Grad, im Bergland noch darunter. Auch am Sonntag soll es ähnlich frisch sein. Mit dem Osterspaziergang sollte nicht bis Montag gewartet werden – dann kündigt sich nämlich ein neues Tief mit dichten Wolken, Regen und weiterer Abkühlung an, so die DWD-Meteorologen. Auch die Schneefallgrenze werde dann deutlich sinken.
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