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Im Jahr 2027 kommen auf Windows 11 größere Veränderungen zu. Zum ersten Mal seit drei Jahren dürfte es dann wieder Änderungen an der technischen Plattform geben, auf der das Betriebssystem steht. Reden wird darüber, was das bedeutet – und was nicht.
Man kann es heute auf vielen Seiten lesen: „Großes Update für Windows 11 mit Version 27H2 – aber kein Windows 12“. Klingt spektakulär, ist es aber eigentlich gar nicht. Letztlich ist es nur eine Bestätigung der Pläne, die Microsoft schon vor Jahren festgelegt hat.
Die Berichte basieren auf einer entsprechenden Meldung bei TheVerge. Der Artikel ist hinter einer Paywall, aber die wichtigste Aussage daraus ist in den ersten beiden Sätzen dieses Beitrags bereits zusammengefasst.
Windows 11 27H2 wird ein Plattform-Update – aber was bedeutet das?
Die Versionen 24H2, 25H2 und 26H2 von Windows 11 sind, was den technischen Unterbau angeht, komplett identisch. Alle Neuerungen, die Microsoft seither eingeführt hat, betreffen die Benutzeroberfläche oder einzelne Komponenten, die sich jederzeit problemlos austauschen lassen.
Der Kernel, das Treibermodell und weitere Basiselemente von Windows 11 haben sich nicht verändert. Angesichts der Tatsache, dass neue Funktionen für Windows 11 inzwischen gefühlt willkürlich ausrollen und an keine Version mehr gebunden sind, habe ich bereits mehrfach geschrieben, dass man sich die Versionierung auch komplett schenken könnte. Hier geht es letztlich nur darum, den Schein der jährlichen „Feature-Updates“ zu wahren und durch Supportfristen für die einzelnen Versionen dafür zu sorgen, dass die Systeme aktuell bleiben.
Die Tatsache, dass die Version 27H2 ein Plattformupdate wird, kann weitreichende Konsequenzen haben – muss aber nicht. Neue Versionen von Kernel und Treibermodell bedeuten, dass es zu Kompatibilitätsproblemen mit Hard- und Software kommen kann. Wer diese Version einsetzen möchte, muss vorher also grundsätzlich testen, ob alles noch so funktioniert, wie es soll. Wie das eben bei einem echten Betriebssystem-Upgrade immer der Fall ist. Man kann davon ausgehen, dass Software, die systemnah läuft – etwa Sicherheitssoftware – an die Version 27H2 angepasst werden muss.
Dass es nach drei Jahren wieder ein solches „echtes Upgrade“ gibt, entspricht den Plänen, die Microsoft schon vor Jahren festgelegt hat. Insofern läuft also alles wie vorgesehen.
Was bedeutet das in Bezug auf neue Funktionen?
Es ist möglich, dass es neue Funktionen gibt, die exklusiv der Version 27H2 vorbehalten sind. Das kann zwei mögliche Gründe haben. Entweder es handelt sich um Features, welche die Version 27H2 aufgrund der darin enthaltenen Plattformänderungen zwingend voraussetzen. Oder aber, die Neuerungen werden „künstlich“ an diese Version gebunden, um Nutzer zum Upgrade zu animieren oder gar zum Kauf eines neuen PC.
Die Arbeiten, die Microsoft in diesem Jahr gestartet hat, um Windows 11 qualitativ zu verbessern und langjährige Wünsche der Nutzer zu erfüllen, gehen unabhängig davon weiter. Wir haben bei der Taskleiste, beim Startmenü, der Suche und aktuell beim Kontextmenü gesehen, welche Änderungen möglich sind, ohne das Betriebssystem in seinem eigentlichen Kern zu verändern.
Der Beitrag Windows 11: Die Version 27H2 erneuert den technischen Unterbau erschien zuerst auf Dr. Windows.
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