
Microsoft hat damit begonnen, die CPU-Kompatibilitätslisten für Windows 11 zu überarbeiten. Zunächst ist nur die Liste der unterstützten Intel-Prozessoren davon betroffen. Das augenscheinliche Ziel dieser Maßnahme ist eine Vereinfachung, diese bringt aber gleichzeitig mögliche Missverständnisse mit sich.
Bisher hat die Intel-Kompatibilitätsliste alle Prozessor-Modelle im Detail aufgelistet. Die neue Version zeigt jetzt lediglich die Prozessorfamilien an und verlinkt auf die entsprechenden Produktseiten von Intel, wo alle CPU-Modelle dieser Familie aufgelistet sind (via Neowin). Bei allen neueren CPU-Generationen ist das unkritisch. Dass künftige CPU-Modelle automatisch mit Windows 11 kompatibel sind, versteht sich ohnehin von selbst.
Eine Unschärfe entsteht allerdings bei älteren Prozessoren. Die Serie „Intel Celeron 3000“ ist laut der neuen Seite mit Windows 11 kompatibel. Sie existiert allerdings seit 2015 und nur ein einziges der insgesamt zehn CPU-Modelle, der Intel Celeron 3867U, wird von Windows 11 unterstützt. Bei Intels Atom-Prozessoren ist es noch extremer. Hier zeigt die Intel-Übersichtsseite über 40 Modelle an, obwohl Windows 11 offiziell nur auf acht davon läuft.
Die Kompatibilitätslisten für Prozessoren von AMD und Qualcomm sind noch auf dem alten Stand und listen alle Modelle einzeln auf. Möglicherweise steht die Überarbeitung hier noch aus.
Weil die so erzeugte Unschärfe ausnahmslos sehr alte Prozessoren betrifft, ist die Wahrscheinlichkeit gleich null, dass sich jemand aus Versehen einen PC kauft, auf dem Windows 11 nicht lauffähig ist. Es ist auch definitiv einfacher, auf die CPU-Familien zu verweisen, anstatt alle Modelle händisch einzupflegen und dabei Gefahr zu laufen, etwas zu übersehen.
Bei den älteren CPU-Familien hätte es Microsoft dennoch bei der Auflistung der Modelle belassen sollen, denn hier ändert sich ja ohnehin nichts mehr.
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