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„Wo gibt es die beste Pizza in Frankfurt?“
Ein Jahr der Pandemie dürfte auch ein Jahr des Testens der Abhol-Pizzen sein: Deshalb will die Rhein-Main-Zeitung der F.A.Z. es nun wissen: Wo gibt es in Frankfurt die beste Pizza? Bewertungsportale sind auf der Suche nach der besten Qualität das eine. Wir aber vertrauen bei der Suche unter wohl über 300 Pizzerien und Ristorantes lieber unserem Urteil und den Beschreibungen unserer Leser.
Zum Auftakt stellen Redakteure der F.A.Z. ihre Lieblings-Pizza vor, die meist untrennbar verbunden ist mit der dazugehörigen Pizzeria. Damit wir aber auch den Rest der mehrere hundert Pizzabäcker der Stadt in den Blick bekommen, bauen wir auf unsere Leser. Bis zum kommenden Mittwoch, 21. April, kann man per mail an die F.A.Z.-Pizzatest-Jury ([email protected]) die eigene Begründung für die je ganz eigene Lieblingspizza senden. In einem dritten Schritt stellen wir eine Auswahl der meist bejubelten Pizzen zur Wahl, ehe wir schließlich die beste Pizza Frankfurts küren.
Margherita von „Mille Lire“
Wie gut muss diese Pizza erst schmecken, wenn sie frisch aus dem Ofen kommt? Das frage ich mich, seit ich in das erste köstliche Stück Margherita von „Mille Lire“ gebissen habe – unter Lockdown-Bedingungen, nach Hause geliefert und aus dem Pappkarton statt direkt serviert. Die Pizzeria in der Sonnemannstraße im Frankfurter Ostend ist meine Pandemie-Entdeckung. Traditioneller Weizenbrotteig, der mindestens 48 Stunden gehen durfte (das soll ihn nicht nur leckerer, sondern auch bekömmlicher machen), dünn ausgerollt, aber mit dickem, krossem Rand, dazu fruchtige Tomatensoße, guter Mozzarella und Basilikum. Jeder Bissen schmeckt nach Süden und Urlaub und das ist genau das, was ich in Corona-Zeiten brauche. Und auch wenn das Mainufer nicht das Mittelmeer ist – von der „Mille Lire“ sind es nur „due passi“, ein paar Schritte, zur Uferpromenade und einer Bank in der Sonne.
Anna-Lena Ripperger
„Mille Lire“, Sonnemannstraße 71
„Da Angelo“ belegt nach dem Backen
Der nach Geheimrezept handgemachte Pizzateig ist schon mal der eine Pluspunkt bei „Da Angelo“, in dieser seit 1957 bestehenden Pizzeria in der kleinen, alten Häuschen-Reihe am Frankfurter Berg direkt an der Homburger Landstraße. Noch ungewöhnlicher ist vielleicht für manchen, wie und vor allem wann die Pizza belegt wird – nämlich nach dem Backen. So bleiben die Zutaten frisch und nehmen allenfalls etwas Wärme vom Teig an. Denn eigentlich ist es doch eine Sünde, Parmaschinken in den Ofen zu schieben oder gar mit Käse zu überbacken. Auch die ganz einfachen Sachen schmecken so roh am intensivsten: Frische, große Tomatenscheiben, darauf reichlich Basilikum, das Ganze auf Mozzarella-Basis. Fertig! Geht wirklich schnell.
Guido Holze
Da Angelo, Homburger Landstr. 413
„A Tavola!“ mit dem hübschesten Pizzabäcker
Vor einigen Jahren hatte eine Bekannte davon geschwärmt, dass der hübscheste Pizzabäcker der Stadt im „A Tavola!“ unweit des Schweizer Platzes arbeite. Der war dann ausgerechnet am Tag unseres Besuches nicht da, dafür kam die Pizza direkt aus dem Holzofen. Ihr Boden war dünn und knusprig, hauchzart darauf der Schinken, frisch vom Stück gehobelt. Und überhaupt entsprach diese quirlige Pizzeria mit ihren kleinen, enggestellten Tischchen und den rotweißkarierten Tüchern ziemlich genau dem, was wir aus Italien kannten. Also wurde sie schon bald zum Stammitaliener
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