
Die weltgrößte Kinokette AMC kämpft mit schwindenden Besucherzahlen. Der Aktienkurs des einstigen „Meme“-Stocks ist so niedrig wie selten zuvor.
Zu Beginn der Woche postete Adam Aron, der Vorstandsvorsitzende des Kinokonzerns AMC auf X: „So schmerzhaft. Vier Jahre nach Covid sind die Einspielergebnisse an den Kinokassen der Branche immer noch lächerlich kraftlos. Und die AMC-Aktie rutschte auf 4,48 Dollar.“ Bis zum Börsenschluss ging es sogar noch weiter nach unten. Der Sinkflug ist atemberaubend. Die Aktie des weltgrößten Kinobetreibers büßte 90 Prozent des Höchstwertes der vergangenen zwölf Monate ein. Spekulation und fundamentale Trends erklären den Niedergang der Kino-Aktie.
AMC war trotz notorischer Verluste einer der Lieblingswerte einer speziellen Gruppe privater Anleger, die über Reddit und andere soziale Netzwerke koordiniert angeschlagene, mit Nostalgie befrachtete und von Leerverkäufern belagerte Werte ausguckte und wie wild kaufte. Die Folge waren mirakulös anmutende Kurssteigerungen von Unternehmen wie Gamestop, einer Ladenkette für Videospiele mit einem altmodischen Geschäftsmodell. Die Kurssteigerungen zwangen die Leerverkäufer Aktien mit Verlust zu kaufen, die Kurse stiegen weiter. Einige Hedgefunds strichen mit hohen Verlusten die Segel. Die Privatanleger reagierten auf entsprechende Meldungen mit Häme und unverhohlener Freude. Inzwischen haben auch die meisten konventionellen institutionellen Investoren die sogenannten „Meme“-Aktien verlassen.
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