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Um dem Xbox Game Pass neue Impulse zu geben, denkt die neue Chefin Asha Sharma offenbar über viele Möglichkeiten nach. Es gibt Gespräche über ein mögliches Bundle mit Netflix. Auch die Preise sollen auf den Prüfstand.
Wie Gamespot berichtet, haben sich Asha Sharma und Greg Peters (Netflix Co-CEO) getroffen, um Ideen auszutauschen, wie man den Xbox Game Pass und Netflix miteinander verbinden könnte. Vielsagend nichtssagend wird Peters mit der Aussage zitiert, er würde „keine Möglichkeiten ausschließen“.
„Man müsste es so gestalten, dass es sowohl für den Verbraucher als auch für beide Unternehmen funktioniert. Offen gesagt denke ich, dass Microsoft immer noch auf der Suche nach einer Idee ist, wie man das Game Pass-Bundle für Microsoft zum Laufen bringt“, sagt Peters weiter. „Aber was mir an Ashas Denken gefällt, ist, dass es ganz darum geht: ‚Wie kommen wir vorwärts?‘ Es war schon spannend, das zu beobachten.“
In einem weiteren Bericht schreibt TheInformation (Paywall), dass man bei Microsoft auch über günstigere Preise für den Xbox Game Pass nachdenkt.
Gesucht: Ein Weg aus der Sackgasse
Der Xbox Game Pass steckt in einer Sackgasse. Schon vor Jahren sagte Phil Spencer, dass man innerhalb der eigenen Community kein großes Wachstum mehr erwartet. Alle kennen das Angebot und haben sich dafür oder dagegen entschieden.
Die Preiserhöhungen im vergangenen Jahr waren der Versuch, innerhalb dieser Grenzen profitabel zu werden. Alle Versuche, den Game Pass über PC und Konsole hinaus zu vermarkten, etwa durch das Cloud Gaming oder einen eigenen mobilen Store unter Android und iOS, sind bisher gescheitert.
Wenn der Game Pass wieder wachsen soll, dann braucht es dafür entsprechend starke Impulse. Und da sind finanzielle Anreize nach wie vor das Mittel der Wahl.
Nicht zurückrudern, sondern Anlauf nehmen
Eine Preissenkung beim Game Pass oder ein Bundle mit Netflix zum Kampfpreis wären meiner Meinung nach kein „Zurückrudern“ seitens Microsoft, sondern eher der Schritt zurück, den man macht, um Anlauf zu nehmen.
Trotz des erneuerten Bekenntnisses zur Konsole bin ich nämlich überzeugt, dass sich Microsofts grundsätzliche Vision und Strategie nicht geändert hat: Die Zukunft der Xbox spielt in der Cloud. Der Game Pass soll nach wie vor das „Netflix für Spiele“ werden. Man zahlt einen monatlichen Betrag und spielt auf dem Gerät, welches man gerade nutzt. In dieser Vision sind Konsolen das, was ein VHS-Rekorder in der Netflix-Ära ist.
Geändert hat sich lediglich der Weg, auf dem man dieses Ziel erreichen möchte.
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Über den Autor

Martin Geuß
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant.
Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir – für Euch!
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