Vor 4,5 Milliarden Jahren kam es auf dem Mars zu gigantischen Einschlägen, bei denen bis zu vier Kilometer große Trümmer tief in den Mantel des Planeten eindrangen. Diese entdeckte die Landesonde InSight (rechts dargestellt). Sie registrierte zwischen 2019 und 2022 exakt 1.319 Marsbeben. Manche stammten von kleineren Meteoritenimpakten (links). Die seismischen Wellen verrieten viel über die Ausmaße und Zusammensetzung der Kruste, des Mantels sowie des Kerns des Roten Planeten.
© Illustration: NASA / JPL-Caltech

Schon angestaubt: Die NASA-Landesonde InSight (Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport) im Jahr 2019 mehr als drei Monate nach der Landung am 26. November 2018 in der Elysium-Region war das bislang einzige Gerät mit einem Seismometer auf dem Mars.
© NASA / JPL-Caltech

Modell der thermischen Dynamik im Gesteinsmantel des Mars: Rötlich dargestellt sind Mantelaufwölbungen (Plumes), die Wärme aus dem tiefen Inneren an die Oberfläche transportieren. Bläuliche Farben symbolisieren absinkendes Material, das das Planeteninnere abkühlt. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass der Mantel des Mars eine sehr hohe Viskosität aufweist.
© Illustration: DLR

Dieser Einschlagskrater wurde am 4. März 2021 vom Mars Reconnaissance Orbiter aufgenommen. Er befindet sich in Cerberus Fossae, einer seismisch aktiven Region des Roten Planeten. Als der Meteorit einschlug, hat die Landesonde InSight ein schwaches Beben gemessen.
© NASA / JPL-Caltech / University of Arizona

Der Nordpol des Mars ist dauerhaft mit Eis bedeckt. Die Eiskappe hat einen Durchmesser von etwa 1.000 Kilometern und ist bis zu drei Kilometer dick. Sie drückt die darunterliegende Gesteinskruste nach unten: mit einer Geschwindigkeit von maximal 0,13 Millimeter pro Jahr. Dies weist darauf hin, dass der Mantel unter der Kruste eine sehr hohe Viskosität besitzt – etwa zehn- bis hundertmal höher als der Erdmantel.
© ESA, DLR, FU Berlin, NASA, MGS, MOLA Science Team

Schnitt durch die Nordpolkappe: Die stark überhöhte Darstellung basiert auf Daten des Shallow Radar an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter. Die Übergangszone zwischen Eis und Gesteinskruste ist durch eine gestrichelte Linie markiert. An einigen Stellen erreicht die Eisschicht eine Mächtigkeit von bis zu drei Kilometern. Da die Kappe relativ jung ist, hat sie die Marskruste noch kaum eingedrückt, zumal der Gesteinsmantel in der Tiefe sehr zäh ist.
© NASA / JPL-Caltech/ASI / UT / DLR

Dünen in der nördlichen Hemisphäre des Mars, aufgenommen am 8. September 2022 vom Mars Reconnaissance Orbiter: Im Winter sind sie mit Frost bedeckt, der im Frühjahr wieder verschwindet.
© NASA / JPL-Caltech / University of Arizona
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