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„Zverev gewinnt kurioses Match mit langer Pause“
Olympiasieger Alexander Zverev hat sich von einer langen Regenpause nicht aus der Ruhe bringen lassen und beim Masters in Indian Wells die dritte Runde erreicht. Der 25-Jährige aus Hamburg gewann am Freitag (Ortszeit) gegen Pedro Cachin aus Argentinien 6:3, 6:1 und verbrachte dabei mehr Zeit in den Katakomben als auf dem Platz. Mehr als zwei Stunden lang war die Partie im ersten Satz wegen Regens unterbrochen, auf dem Court im Stadion zwei auf der Anlage in der kalifornischen Wüste waren die beiden Profis dagegen nur etwa eineinhalb Stunden.
„Es war eine sehr solide erste Runde für mich. Ich bin froh über das Level, das ich gespielt habe“, sagte Zverev der Deutschen Presse-Agentur. „Die Bedingungen waren nicht einfach. Ich hatte ein Match am Tag erwartet in der Hitze. Da spannt man seinen Schläger auch anders. Dann wurde es ein Nachtmatch, aber dafür fand ich das Niveau sehr, sehr hoch und ich freue mich darüber, wie ich gespielt habe.“
„Die Umkleide war halt voll“
Für Zverev war es das erste Spiel bei dem mit 10,1 Millionen US-Dollar (9,48 Mio Euro) dotierten Turnier. In der ersten Runde hatte der als Nummer zwölf gesetzter Spieler ein Freilos. In der dritten Runde trifft er entweder auf Roberto Bautista Agut aus Spanien oder den Finnen Emil Ruusuvuori. Insbesondere mit seiner Leistung im zweiten Satz war Zverev zufrieden. „Ich habe mein Level deutlich gesteigert im zweiten Satz“, sagte er.
In der langen Pause habe er die Spannung runtergefahren. „Da bist du sonst irgendwann müde. Es war wichtig, mich gut wieder warm zu machen und ins Match zu kommen und das habe ich getan“, berichtete er. „Habe was gegessen, habe geduscht und mich umgezogen und dann war ich in der Umkleide – so wie alle anderen Spieler halt auch. Die Umkleide war halt voll, es hat ja nicht nur auf Platz zwei geregnet.“
Zverev hatte zuletzt beim ATP-Turnier in Dubai das Halbfinale erreicht und dabei zum ersten Mal seit seiner schweren Verletzung am Knöchel wieder zwei Partien in Serie gewonnen. Der Hamburger hatte sich bei den French Open mehrere Bänder in Knöchel gerissen und erst zu Beginn des Jahres wieder Turniere gespielt.
Außer dem Olympiasieger Zverev ist aus deutscher Sicht noch Jan-Lennard Struff in Indian Wells im Wettbewerb, er spielt am Samstag in der zweiten Runde gegen den Amerikaner Tommy Paul. Oscar Otte verlor in der zweiten Runde gegen Karen Chatschanow aus Russland 3:6, 3:6 und schied aus.

Großes Tennis für alle
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Die Geheimnisse hinter den Schlägen der Stars
Bild: picture alliance, Bearbeitung: F.A.Z.
Auch nach einem Karriereende von Novak Djokovic oder Rafael Nadal sieht Tommy Haas das internationale Tennis derweil auf einem guten Weg. „Ich sehe keinen Grund zur Sorge. Tennis ist Tennis. Ein Roger (Federer) kommt und geht, ein (Andre) Agassi kommt und geht, ein Boris (Becker) kommt und geht. Genauso wie Steffi Graf, Monica Seles oder Serena Williams. Es wird immer wieder neue Spieler und Geschichten geben“, sagte die ehemalige Nummer zwei der Weltrangliste der Deutschen Presse-Agentur am Rande des Masters in Indian Wells.
Haas ist dort Turnierdirektor und hat keinen der großen drei am Start – Federer hat seine Karriere beendet, Nadal ist verletzt und Djokovic hat wegen der fehlenden Impfung gegen das Coronavirus kein Visum für die USA bekommen.
Ein wenig sei das Turnier daher auch ein Testlauf, wie man den Sport nach einem Karriereende der großen Drei vermarkten könne, sagte Haas. Den Sport sieht er dabei gut aufgestellt. „Carlos Alcaraz hat uns letztes Jahr alle von den Sitzen geholt, US-Open-Sieger und jüngste Nummer eins am Ende des Jahres. Du hast genug Stories“, sagte der 44-Jährige. „Tennis ist auf einem guten Weg.“ (dpa)
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