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#Anschlag auf die Bundeswehr: Schwieriges Terrain in Mali

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Anschlag auf die Bundeswehr: Schwieriges Terrain in Mali

Der Einsatz der Bundeswehr in Mali hat hierzulande nie so viel öffentliche Aufmerksamkeit gefunden wie der in Afghanistan, obwohl er inzwischen der größte im Ausland ist. Seit spätestens Freitag ist klar, wie gefährlich er ist. Der Bombenanschlag auf eine Patrouille der UN-Friedensmission MINUSMA kommt leider nicht unerwartet.

Die Lage im Einsatzgebiet ist instabil; Anschläge und Kämpfe prägen seit Jahren das Bild. Nicht nur in Mali, sondern in der gesamten Sahel-Region sind diverse Dschihadistengruppen aktiv. Die Mission, die daran kaum etwas ändern konnte, gehört zu den verlustreichsten UN-Friedenseinsätzen. Mehr als 200 Blauhelmsoldaten kamen seit ihrem Beginn im Jahr 2013 bereits ums Leben. Hinzu kommt der jüngste Putsch der malischen Armee.

Ein Fall für das KSK?

Die frühere Kolonialmacht Frankreich, der Deutschland und andere europäische Länder auf dieses schwierige Terrain gefolgt waren, hat daraus kürzlich Konsequenzen gezogen und wird den wichtigsten Teil ihres Einsatzes bald beenden. Diese sogenannte Operation Barkhane diente der aktiven Bekämpfung der Terrorgruppen, während die Bundeswehr nur an der UN-Friedenstruppe und einer weiteren EU-Mission zur Ausbildung der malischen Streitkräfte teilnimmt.

Man wird abwarten müssen, bis genaue Erkenntnisse über den Anschlag vorliegen. Aber es ist nicht auszuschließen, dass er dem Ziel dienen sollte, auch andere europäische Länder zum Rückzug zu bewegen. Stark geschwächt würde MINUSMA dadurch allerdings erst einmal nicht. Das Gros ihrer Truppen kommt aus Afrika.

Die deutsche Politik ist einer ehrlichen Debatte über diesen Einsatz bisher aus dem Weg gegangen. Selbst als man in Paris die Reißleine zog, wollte die Bundesregierung erst mal weitermachen wie gehabt. Auch in Wahlkampfzeiten sollte man sich nach so einem Vorfall aber die Frage stellen, ob das deutsche Engagement in seiner derzeitigen Form noch zielführend ist. Frankreich will es jetzt mit Spezialkräften versuchen. Noch gibt es das KSK.

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