Der Aralsee ist zu fast 90 Prozent ausgetrocknet. Doch ein 2005 gebauter Staudamm konnte Teile des Sees inzwischen wiederherstellen, wie eine neue Studie zeigt. Demnach hat der nördliche Aralsee heute wieder einen ähnlichen ökologischen Zustand erreicht wie vor seiner Austrocknung. Die verschiedenen Wasserschichten durchmischen sich dort wieder, so dass die oberen Ebenen mit Nährstoffen und der Gewässergrund mit Sauerstoff versorgt werden. Doch der Nord-Aralsee ist noch lange nicht stabil: Schon kleine Veränderungen könnten ihn wieder aus dem Gleichgewicht bringen, warnen die Forschenden.
Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war der Aralsee der viertgrößte See der Welt. Während der Sowjetzeit wurden seine beiden Hauptzuflüsse Amudarya und Syrdarya jedoch zur Bewässerung der Landwirtschaft angezapft und umgeleitet. In den 1960er Jahren begann der See daher, stetig zu schrumpfen und zunehmend zu versalzen. 90 Prozent des Sees sind ausgetrocknet. Dort, wo einst Wasser war, liegt nun die Wüste Aralkum. Um den Aralsee oder zumindest
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