Die dreiteilige Dokumentationsreihe «Woran wir glauben» führt von der Kalahari über Indien und Japan bis an die Front in der Ukraine.
arte nimmt am Samstag, den 3. Oktober 2026, die großen Fragen nach Glauben, Spiritualität und Sinnsuche in den Blick. Ab 21.40 Uhr zeigt der Sender die dreiteilige Dokumentationsreihe «Woran wir glauben». Die Filme von Jobst Knigge, Cristina Trebbi und Susanne Utzt beschäftigen sich damit, weshalb Menschen auch in zunehmend säkularen Gesellschaften nach etwas suchen, das über sie selbst hinausgeht. Alle drei Teile sind ab dem 3. Oktober auch online verfügbar.
Den Auftakt macht um 21.40 Uhr Die Natur des Menschen. Die Dokumentation reist von den San in der Kalahari bis an die Front in der Ukraine und fragt, ob der Glaube möglicherweise bereits in der menschlichen Biologie angelegt ist. Forschende erklären, weshalb Menschen selbst in Zufällen oder Naturerscheinungen nach Bedeutungen und Mustern suchen. Hinzu kommen unterschiedliche persönliche Perspektiven: Ein jüdischer Philosoph spricht über Spiritualität, ein atheistischer Podcaster über Sinnkrisen und ein ukrainischer Militärseelsorger über die Suche nach Trost im Krieg. In Israel berichtet zudem ein ehemaliger Ultraorthodoxer von seinem Ausstieg aus einem Glaubenssystem.
Um 22.35 Uhr folgt Götter, Geister und Gurus. Während traditionelle Kirchen Mitglieder verlieren, verschwinde die Suche nach Spiritualität keineswegs, so die These des Films. Stattdessen entstehen neue und individuell zusammengestellte Glaubenswelten. Die Reise führt unter anderem in indische Ashrams, zu französischen Neo-Druiden und nach Japan, wo sich traditionelle Shintō-Rituale mit moderner Popkultur überschneiden. Gleichzeitig beschäftigt sich die Dokumentation mit den Grenzen zwischen persönlicher Sinnsuche, Kommerz und Abhängigkeit.
Den Abschluss bildet um 23.30 Uhr Eine bessere Welt. Darin steht die Frage im Mittelpunkt, ob Glaube Menschen nicht nur trösten, sondern auch zum Handeln bewegen kann. Vorgestellt werden unter anderem Schwester Laure, die in einem Kloster in der Bretagne lebt und sich um alte und kranke Menschen kümmert, sowie die nichtgläubige Sea-Watch-Seenotretterin Isabell Nohr, deren Handeln von ihrem Vertrauen in Gemeinschaft und Verantwortung geprägt ist. Weitere Stationen sind eine Gospel-Community in New Orleans, das indigene Volk der Wixárika in Mexiko und ein muslimischer Astrophysiker in Dubai.
Die drei Filme wollen Religion dabei nicht ausschließlich als institutionellen Glauben verstehen. Neben Gottvertrauen geht es ebenso um Naturreligionen, politische und gesellschaftliche Überzeugungen, Wissenschaft, Gemeinschaft und Zweifel. «Woran wir glauben» stellt schließlich die Frage, ob Vernunft allein ausreicht, um Menschen Orientierung und Motivation zu geben oder ob die Suche nach einem größeren Sinn ein dauerhafter Bestandteil des Menschseins ist. Alle drei Dokumentationen entstanden 2024 als Produktionen aus Deutschland, Japan und den USA. arte hält «Woran wir glauben» vom 3. Oktober bis zum 31. Dezember 2026 online zum Abruf bereit.
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