Aus kostenlos wird kostenpflichtig: Microsoft verschiebt weitere Outlook-Funktion zu Copilot

Aus kostenlos wird kostenpflichtig: Microsoft verschiebt weitere Outlook-Funktion zu Copilot

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Aus kostenlos wird kostenpflichtig: Microsoft verschiebt weitere Outlook-Funktion zu Copilot

Erneut streicht Microsoft eine Funktion aus Outlook, die bisher frei verfügbar war und die jetzt hinter die Bezahlschranke für das Microsoft 365 Copilot-Abonnement wandert. Das passiert nicht zum ersten und mutmaßlich auch nicht zum letzten Mal.

Es geht um die „Meeting Insights“. Dies war eine intelligente Funktion in Outlook, welche die Vor- und Nachbereitung von Besprechungen unterstützte. Mit dieser Funktion kann man sich unter anderem eine Liste anstehender Besprechungen anzeigen lassen, um zu prüfen, wie viele Leute zu- oder abgesagt haben. Zudem macht Outlook Vorschläge, sich bestimmte Zeiten für die Vor- und Nachbereitung im Kalender zu blockieren, sucht zum Besprechungsthema passende E-Mails und Dateien heraus und macht Vorschläge für den Inhalt von E-Mails an die anderen Teilnehmer.

Mit kurzem Vorlauf kündigt Microsoft die Meeting Insights ab. Im Microsoft 365-Admincenter (MC1430531) kann man nachlesen, dass der Rückbau über alle Plattformen hinweg bereits Mitte August beginnt und bis Anfang September abgeschlossen ist. Schwupps und weg.

Die gleichen Funktionalitäten bietet der Microsoft 365 Copilot. Und so findet sich in der Nachricht auch der freundliche Hinweis, dass Nutzer mit einer kostenpflichtigen Lizenz weiterhin auf die intelligenten Besprechungsfunktionen zurückgreifen können.

Vergleichsweise unbedeutende Änderungen kündigt Microsoft häufig mit großem Vorlauf von mehreren Monaten an. Die Unterstellung, mit dieser kurzfristigen Streichung Druck auszuüben, jetzt noch schnell ein Abo abzuschließen, um die Funktion nicht zu verlieren, halte ich nicht für zu weit hergeholt.

Das passiert wie zuvor erwähnt nicht zum ersten Mal und ist offenkundig Teil der Strategie.

Beispiele gefällig?

Ich kann daher nur wiederholen, was ich schon mehrfach zu dem Thema gesagt habe: Mehrkosten sollten auch einen Mehrwert bieten. Wenn man bisher kostenlose Funktionen streicht, um damit einen gewissen Zwang zum Abschluss eines Abonnements zu erzeugen, ist das nicht nur eine gegenüber den Kunden fragwürdige Vorgehensweise. Es wirft auch die Frage auf, ob man nicht genügend gute Argumente für sein Produkt hat.

Microsoft laufen die Kosten für seine KI-Infrastruktur davon. Im Gegenzug schafft man es offenbar nicht, genug zahlende Kunden einzusammeln. Vor diesem Hintergrund steht zu befürchten, dass es in Zukunft noch mehr solcher Fälle gibt.

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Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant.
Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir – für Euch!

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