Baseus Spacemate RD1 Pro im Test: Auch ohne Thunderbolt eine gute Docking Station?

Baseus Spacemate RD1 Pro im Test: Auch ohne Thunderbolt eine gute Docking Station?

Baseus Spacemate RD1 Pro im Test: Auch ohne Thunderbolt eine gute Docking Station?

Mit dem Spacemate RD1 Pro bringt Baseus eine Dockingstation auf den Markt, die optisch ein echter Hingucker ist und sogar kabelloses Laden unterstützt. Trotz ambitioniertem Preis verzichtet das Dock auf Thunderbolt-Unterstützung. Das kann ein Showstopper sein, muss es aber nicht.

Schauen wir zunächst einmal, was in der Verpackung steckt:

  • die Spacemate RD1 Pro Dockingstation selbst
  • ein externes Netzteil (180 Watt)
  • ein USB-C-Verbindungskabel (0,8m)
  • Kurzanleitung

Baseus Spacemate RD1 Pro Verpackungsinhalt

Die Anschlüsse am Spacemate RD1 Pro

Weiter geht es mit den Anschlüssen auf der Vorder- und Rückseite. Ich zähle sie zunächst nur auf, danach besprechen wir die Details, denn die muss man in diesem Fall genau kennen.

Vordere Anschlüsse:

Hintere Anschlüsse:

  • 2x USB-A
  • 2x USB-C
  • 1x USB-C Host
  • 2x HDMI
  • 1x Gigabit Ethernet
  • SD-Cardreader
  • microSD-Cardreader

Dazu gesellt sich noch ein magnetisches Qi2-Ladepad an der Oberseite, das sich von 0 bis 90 Grad neigen lässt und drahtloses Laden mit bis zu 25 Watt unterstützt.

Die vorder- und rückseitigen Anschlüsse des Baseus Spacemate RD1 Pro

Bei den USB-A-Anschlüssen auf der Vorderseite handelt es sich um die Spezifikation USB 3.2 Gen 1 mit einer maximalen Datenrate von 5 Gbps. Die frontseitigen USB-C-Anschlüsse sind nur zum Laden gedacht, unterstützen also keine Datenübertragung. Sie liefern maximal 100 Watt per Power Delivery, allerdings nicht gleichzeitig.

Weiter geht es auf der Rückseite. Hier verhält es sich bei den USB-C-Ports genau umgekehrt. Diese unterstützen USB 3.2 Gen 2 mit einer maximalen Datenrate von 10 Gbps, lassen sich aber nicht zum Laden von Geräten verwenden. Die beiden USB-A-Ports liefern 480Mbit/s (USB 2.0).

Die zwei HDMI-Anschlüsse arbeiten ebenfalls unterschiedlich. Beide können 4K, aber nur der untere Port liefert 120 Hz, der zweite ist auf 60 Hz limitiert. Bei gleichzeitigem Anschluss von zwei Monitoren arbeiten beide Ausgänge mit 60 Hz.

Der USB-C-Hostanschluss dient zur Verbindung mit dem Computer und gibt ebenfalls maximal 100 Watt per Power Delivery ab.

Die maximale Ausgangsleistung des Docks, die sich alle Anschlüsse teilen müssen, liegt bei 160 Watt. Das Spacemate RD1 Pro setzt auf GaN-Technologie zur Verbesserung der Effizienz. Dennoch: Hat man am USB-C-Host ein leistungshungriges Laptop angeschlossen und lädt gleichzeitig sein Smartphone über das Qi2-Pad auf, bleibt für die anderen Anschlüsse nicht mehr viel übrig.

Außer dem Ethernet-Port befinden sich auf der Rückseite noch die beiden Cardreader. Bei häufiger Nutzung ist deren Position ungünstig, weil man versuchen muss, die Speicherkarten „blind“ einzuführen, wenn man das Dock dafür nicht jedes Mal umdrehen will.

An der Gerätefront war allerdings kein Platz mehr für die Cardreader. Grund dafür ist ein äußerst nützliches Feature des Baseus Spacemate RD1 Pro.

Auf der Vorderseite befindet sich ein kleines Display. Dieses zeigt an, welche Anschlüsse aktuell belegt sind und welche Leistung die zum Laden verwendeten Ports abrufen. Zudem zeigt das Display den Betriebsmodus an. Durch Drücken des Knopfs über dem Display kann man zwischen dem „Hybrid Mode“ und dem „Charging Mode“ umschalten. Im Hybrid Mode arbeitet das Gerät als Dockingstation mit allen Funktionen, im Charging Mode wird dagegen nur Ladestrom abgegeben.

Das Baseus Spacemate RD1 Pro im Betrieb

Warum kein Thunderbolt?

Bei der Entwicklung des Spacemate RD1 Pro lag der Fokus laut Baseus auf Vielseitigkeit. Mit den zahlreichen Anschlüssen und dem in dieser Form einzigartigen integrierten Qi2.2-Ladepad ist dieser Spagat gelungen. Dazu kommt, dass die Lizenzen für Thunderbolt nach wie vor extrem teuer sind. Mit rund 260 Euro ist das RD1 Pro zwar hochpreisig, die Thunderbolt-Docks sind allerdings oft nochmals teurer.

Letztlich muss man sich entscheiden, ob man mit der geringeren Bandbreite auskommt bzw. ob man den hohen Datendurchsatz von Thunderbolt tatsächlich benötigt. Letzteres hängt logischerweise entscheidend vom verwendeten Computer ab. Ich betreibe das Dock an einem Surface Laptop 7 mit Snapdragon X, das ohnehin kein Thunderbolt unterstützt.

Dual-Monitor nur unter Windows

Der Verzicht auf Thunderbolt hat unter macOS Auswirkungen auf den Betrieb mit mehreren Monitoren. Da macOS über einen USB-C-Port keine getrennten Bildsignale senden kann, lassen sich zwar zwei Monitore anschließen, diese zeigen dann aber das identische Bild.

Echter Multi-Monitor-Betrieb ist mit Spacemate RD1 Pro deshalb nur unter Windows möglich.

Fazit

Wer auf Thunderbolt verzichten kann, bekommt mit dem Baseus Spacemate RD1 Pro eine Dockingstation mit zahlreichen Anschluss- und Lademöglichkeiten. Das Qi2.2-Ladepad ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal und das informative Display auf der Vorderseite ist mehr als nur ein nettes Gimmick.

Vermisst habe ich einen 3,5-mm-Audio-Anschluss, zudem empfinde ich das mitgelieferte USB-C-Kabel mit 80cm als zu kurz.

Die Baseus Spacemate RD1 Pro Dockingstation ist bei Amazon erhältlich, der offizielle Preis beträgt 259,99 Euro. Durch Aktivierung des Coupons und die Eingabe des Rabattcodes „BASEUSPR“ lässt sich der Preis bis zum 21. Juni auf 199,99 Euro drücken.

 

Disclaimer: Enthält Affiliate-Links. Das getestete Produkt wurde uns vom Hersteller kostenlos überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.

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Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant.
Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir – für Euch!

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