Zukunft von ProSiebenSat.1 weiter unklar, obwohl Berlusconi in Inhalte investieren möchte.
Im Bundeskanzleramt haben Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer und MFE-Chef Pier Silvio Berlusconi über die Zukunft von ProSiebenSat.1 gesprochen. In dem Treffen bekräftigte MediaForEurope (MFE) sein Bekenntnis zum Standort Deutschland und zur Wahrung redaktioneller Unabhängigkeit. Zudem stellte Berlusconi Investitionen in lokale Inhalte sowie den Ausbau einer paneuropäischen Medienplattform in Aussicht.
Weimer lobte die Signale aus Mailand: Redaktionelle Unabhängigkeit sei eine gute Voraussetzung für ein langfristiges Engagement im deutschen Medienmarkt. Auch steuerliche Wertschöpfung in Deutschland und der Erhalt von Arbeitsplätzen wurden von MFE zugesagt. Berlusconi betonte, man wolle ProSiebenSat.1 stärker auf Nachrichten, Unterhaltung und Serien mit lokalem Bezug ausrichten so wie es das Unternehmen bereits in Italien und Spanien praktiziere.
Allerdings bleibt Skepsis angebracht: Berlusconis Versprechen klingen ambitioniert, doch konkrete Schritte, wie die Umsetzung dieser Ziele tatsächlich aussehen soll, sind bislang offen. Kritiker erinnern daran, dass ähnliche Ankündigungen in anderen Märkten nicht immer in vollem Umfang realisiert wurden.
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