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#Corona erzwingt heftigen Konsum-Rückgang

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Corona erzwingt heftigen Konsum-Rückgang

Ausgerechnet am Weltverbrauchertag meldet das Statistische Bundesamt (Destatis) einen historischen Einbruch der Konsumausgaben. Wie die Behörde mitteilte, sanken die Ausgaben deutscher Verbraucher im Corona-Jahr 2020 nominal um 4,6 Prozent. Berücksichtigt man die niedrigeren Preise etwa aufgrund der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung, fiel der Einbruch mit inflationsbereinigten 5 Prozent sogar noch heftiger aus. Demnach handelt es sich um den stärksten Rückgang seit dem Jahr 1970. Damals sah sich die Bundesrepublik mit ihrer ersten ökonomischen Krise nach dem Wirtschaftswunder der Nachkriegsjahrzehnte konfrontiert.

Nun hat eine Pandemie den privaten Konsum stark beeinträchtigt, obwohl zumindest Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte geöffnet blieben. Doch die Schließungen von anderen Läden und Kaufhäusern und vor allem von Restaurants und Freizeiteinrichtungen führten zu einer gravierenden Veränderung des Verbraucherverhaltens. Einzelne Bereiche legten zwar zu, doch der Einbruch in anderen Bereichen war so heftig, dass die Ausgaben insgesamt in historischen Dimensionen zurückgingen.

Hamstern fürs Homeoffice

Während die täglichen Ausgaben für Nahrungsmittel und Getränke verglichen mit 2019 um 6,3 Prozent stark stiegen, brachen die Gastronomie-Ausgaben für Restaurants, Kneipen oder Hotels um 33 Prozent heftig ein. Das dürfte daran gelegen haben, dass wegen Homeoffice und Schließung von Freizeiteinrichtungen mehr zuhause gegessen und getrunken wurde und Familien aus Angst vor Versorgungsengpässen Vorräte angelegt haben. Auffällig war etwa, dass Toilettenpapier in den Supermärkten knapp wurde.

Auch die Ausgaben für Verkehr nahmen um mehr als 11 Prozent stark ab, etwa weil Dienstreisen und private Reisen auf ein Minimum zurückgefahren wurden. Doch auch im Bereich Mobilität zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen: So brachen die Ausgaben für Bus und Bahn sowie für Flüge ein – im zweiten Halbjahr sogar um mehr als 38 Prozent. Dagegen legten die Ausgaben für Kraftfahrzeuge nach einem Einbruch um 20 Prozent im ersten Halbjahr in der zweiten Jahreshälfte um immerhin knapp 10 Prozent zu.

Mit Blick auf Autokäufe ist der Vergleich mit der Finanz- und Wirtschaftskrise des Jahres 2008 interessant: Damals sorgte die sogenannte Abwrackprämie zur Förderung der Autoindustrie für einen kräftigeren Anstieg der Nachfrage als das nun die Mehrwertsteuersenkung und die hohe Prämie für Elektrofahrzeuge schafften.

Die Mehrwertsteuersenkung zeigt sich jedoch anders als die damalige Abwrackprämie als ein Konjunkturstimulus für zahlreiche Branchen – nicht allein für die Autoindustrie. So ließt die Aussetzung der Mehrwertsteuer ließ die Nachfrage nach langlebigen und teureren Konsumgütern wie Fernsehern oder Möbel kräftig steigen. Den Absatz kurzlebiger Konsumgüter wie Kleidung und Schuhe konnte die Mehrwertsteuersenkung dagegen nicht beflügeln. Das mag auch daran gelegen haben, dass mangels Kontaktmöglichkeiten und wegen geschlossener Büros weniger Wert auf Mode gelegt wurde.

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