„Das größte Abenteuer des Boris Herrmann“
„Ehrfurcht und Respekt vor der See sind die Grundvoraussetzungen jedes Seglers“, sagt Boris Herrmann.
Bild: Andreas Lindlahr
Ein Mann und das Meer: Der Deutsche Boris Herrmann startet bei der Vendée Globe – und will in weniger als 80 Tagen um die Welt segeln. Trotz Lebensgefahr, Schlafmangel und Einsamkeit. Warum tut er sich das an?
Den Start in sein größtes Abenteuer hat sich Boris Herrmann bis zuletzt ganz anders vorgestellt. Statt sich von Zehntausenden jubelnden und winkenden Menschen feiern zu lassen, wird sich Deutschlands erfolgreichster Hochsee-Segler maximal von seinem Team und seinen engsten Angehörigen verabschieden können, bevor er an diesem Sonntag mit seiner Yacht den Hafen von Les Sables d’Olonnes verlässt. Womöglich nicht einmal mit einer Umarmung. Verantwortlich dafür ist die zweite Welle der Corona-Pandemie und der damit verbundene abermalige Lockdown in ganz Frankreich. Auch beim Start einer der gefährlichsten Segelregatten überhaupt sind Zuschauer in diesen Zeiten nicht erlaubt.

Als erster Deutscher nimmt Herrmann von genau 13.02 Uhr an als Skipper der zum Yachtklub von Monaco gehörenden „Seaexplorer“ an der Vendée Globe teil. „Der Start ist besonders emotional. Niemand kann wissen, was auf ihn oder sie zukommt. Selbst Profi-Skipper brechen da manchmal in Tränen aus“, hat der Hamburger im vergangenen Jahr im Gespräch mit der F.A.Z. erzählt – kurz bevor er Klimaaktivistin Greta Thunberg über den Atlantik segelte und damit weltberühmt wurde.
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