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#Das Jüngste Quoten-Gericht: sixx-Quoten machen baff

„Das Jüngste Quoten-Gericht: sixx-Quoten machen baff“

Immer montags blickt Quotenmeter auf die Quoten-Highlights und Marktanteil-Flops der zurückliegenden Woche. Diesmal die Frage, wie es eigentlich für die Eigenproduktionen bei sixx läuft.

Der Frauensender sixx möchte derzeit und in den kommenden Wochen mit Eigenproduktionen punkten, was mit Blick auf das erste Projekt «Baff – clever kontern» gehörig misslingt. Am vergangenen Montag ging das Format zu Ende, was den Verantwortlichen um Senderchefin Ellen Koch wohl ein Stein vom Herzen fallen ließ. Denn «Baff» – moderiert von Melissa Khalaj – konnte nie überzeugen. Keine einzige der insgesamt neun Ausgaben konnte mehr als 100.000 Zuschauer zur besten Sendezeit einfahren. Die finale Doppelfolge sahen gar nur 50.000 beziehungsweise 30.000 Menschen. Mit Zielgruppen-Quoten von 0,5 und 0,4 Prozent braucht man andere schlagfertige Argumente, um eine Fortsetzung des Formates zu verlangen. Angesichts von teils nur 10.000 14- bis 49-jährigen Zuschauern während der Staffel ist dieses Unterfangen jedoch aussichtslos.

Am Freitag debütierte derweil ein weiteres eigenproduziertes Format. «Cut it – Die VorHAIR NachHair Show» machte seine Sache derweil um 20:15 Uhr etwas besser. Immerhin knackte «Cut it» zum Start schon mal die 100.000-Zuschauer-Marke und bewegte sich mit 1,1 Prozent auf einem annehmbaren Niveau. Große Freudensprünge werden Koch & Co. dennoch nicht vollführt haben, hat man an anderen Programmstellen noch mit Problemen zu kämpfen. Immerhin: Im Laufe des Freitagabends steigerte «Verpfuscht – Ein Fall für die Beauty Docs» den Marktanteil bei den Umworbenen noch auf 2,7 Prozent. Um 1:00 Uhr in der Nacht, als die «Verpfuscht»-Wiederholungen direkt folgten, erhöhte sich der Wert sogar auf 4,3 Prozent.

Ebenfalls positiv fiel in dieser Woche das Ergebnis am Mittwoch aus. An jenem Wochentag startete man kürzlich die US-Serie «This Is Us» von Anfang an, was aber einigen programmplanerischen Nachbesserbedarf nach sich zog. Von ursprünglich 20:15 Uhr rutschte «This Is Us» zunächst eine Stunde nach hinten, um mittlerweile erst um 22:15 Uhr gesendet zu werden. Statt zwei Folgen gibt es nun auch nur noch eine Ausgabe. Zuvor sorgt «Gilmore Girls» für das Vorprogramm und die gewünschten Quoten. «This Is Us» krebste zuvor – ähnlich wie «Baff» – bei deutlich weniger als ein Prozent herum, am 24. August setzte es gar eine fette Null. Mit dem Mutter-Tochter-Duo aus Stars Hollow im Vorlauf steigerte sich «This Is Us» immerhin in dieser Woche auf solide 1,2 Prozent. Es war sicherlich die richtige Entscheidung, den Programmplan anzupassen, allerdings dürfte sich sixx mit der undurchsichtigen Programmplanung bei den wenigen Fans der Serie keine Freunde gemacht haben.

Letztlich dürfte «This Is Us» weniger ins Gewicht fallen als «Baff» oder «Cut it». Zumindest bei «Baff» gilt: Die sixx-Quoten machen einen buchstäblich baff. Aber wer weiß, vielleicht hält sixx an «Baff»ja sogar fest? Wie man mit Eigenproduktionen mehr Erfolg haben kann, machte in der vergangenen Woche Kabel Eins vor und auch hier war nicht unbedingt abzusehen, dass es so kommen würde. «Ab ins Kloster» war im vergangenen Herbst kein Garant für hohe Quoten, umso überraschender, dass die Erziehungssendung nun 6,9 Prozent bei den Umworbenen einfuhr und damit einen neuen Allzeit-Rekord markierte. Womit wir zurück zu sixx kommen, denn der Frauensender wiederholt «Ab ins Kloster» ab Montagabend in der Primetime.

Ein Blick auf die anderen Sender
Hinter Kabel Eins liegt ohnehin eine recht erfolgreiche Woche. Die Spielfilme am Montag und Mittwoch verzeichneten überdurchschnittliche Einschaltquoten, einzig der Dienstag lief mit «Cowboys & Aliens» und «Air Force One» etwas schwächer. Nach einem erfolglosen August schaffte es am Freitag auch «Navy CIS» über den Senderschnitt. Ab 23:15 Uhr waren sogar grandiose 7,5 Prozent Marktanteil drin. Und die Premiere von «Die geheime Welt…» am Samstagabend gab mit 5,2 Prozent um 20:15 Uhr und 5,9 Prozent direkt im Anschluss um 23:15 Uhr eine gute Figur ab. Stichwort Eigenproduktionen aus Unterföhring: Mit diesen füllt Kabel Eins auch den Sonntagabend, angefangen mit «Die Poolbauer» ab 18:15 Uhr. Die Make-over-Show brachte es einmal mehr auf eine Einschaltquote knapp über dem Senderschnitt und holte am gestrigen Sonntag mit 4,8 Prozent das beste Ergebnis der jungen Sendung. «Yes, we camp!» holte im Anschluss ausbaufähige 3,7 Prozent.

Wir bleiben in Unterföhring, wechseln aber zu ProSieben: Dort stand am Dienstag mit «Wer stiehlt mir die Show?» ebenfalls eine erfolgreiche Eigenproduktion an, die sich diesmal gegen König Fußball beweisen musste. Die Prüfung meisterten Joko Winterscheidt und Co. mit Bravour, denn erstmals in der Sendungsgeschichte schaffte es das unkonventionelle Quiz zweimal in Folge mehr als 20 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe einzufahren. Am 23. August sorgte die Moderation von Olli Schulz für 23,8 Prozent und den besten Wert einer Sommerausgabe, eine Woche später folgten Winterscheidts Moderation 20,4 Prozent des Zielgruppen-Publikums. Das einzig Bedauerliche: «Check Check» verlor im Anschluss mehr als zwei Drittel des Publikums, die Quote verringerte sich zunächst auf 13,3 Prozent, dann auf 8,4 Prozent. Klaas Heufer-Umlauf sorgt auch in dieser Woche für das Folgeprogramm, dann aber als Host von «Late Night Berlin».

Wie lief es beim Öffentlich-Rechtlichen?
Bereits erwähnt wurde König Fußball, der in dieser Woche sowohl im ZDF am Dienstag als auch im Ersten am Mittwoch vertreten war. Die jeweils einseitigen Spiele lieferten aber sehr unterschiedlich Zuschauerergebnisse. Das Spiel von RB Leipzig gegen Ottensen sorgte lediglich für 2,77 Millionen Zuschauer, die Bayern wollten 24 Stunden später 5,36 Millionen sehen. Die Marktanteile lagen dementsprechend weit auseinander. Das Erste holte starke 22,8 Prozent, das ZDF musste sich mit 11,8 Prozent zufriedengeben. Bei den 14- bis 49-Jährigen war die Diskrepanz noch größer. Am Dienstag standen 8,7 Prozent zu Buche, am Mittwoch lag die relative Sehbeteiligung bei 23,5 Prozent. Das Fußball-Konstrukt aus Leipzig sorgt für deutlich weniger Interesse als der Rekordmeister aus Bayern. Auch Amazon Prime Video hat dies erkannt und hat für die Übertragungen seiner Champions-League-Spiele an den kommenden Dienstag ausschließlich die Traditionsvereine aus München, Dortmund und Frankfurt nominiert, während Leverkusen und Leipzig beim Konkurrenz-Anbieter DAZN gesendet werden.

König in TV-Deutschland ist in den vergangenen sieben Tagen aber nicht der Fußball gewesen, sondern der «Tatort», der mit „Das Verhör“ aus der Sommerpause zurückkam. 8,27 Millionen Zuschauer waren dabei, der Marktanteil lag bei 29,8 Prozent und überstieg damit sogar «Die Rosenheim-Cops» am Donnerstagnachmittag, die auf grandiose 27,2 Prozent beim Gesamtpublikum kamen. Beim der jungen Zuschauerschaft brachte es der Krimi auf 27,1 Prozent und musste sich damit nur der «Tagesschau» aus dem Vorprogramm beugen, die auf 27,3 Prozent kam.

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