Der Zahlenmensch in uns

Der Zahlenmensch in uns

Der Zahlenmensch in uns

Aufgefädelte Schneckenhäuser, Perlen auf Schnüren, Einkerbungen und Handabdrücke: Menschen protokollieren, was sich wiederholt. Wir zählen Hab und Gut, Beute, Geld, Erfolge, Ernten, Likes. Wir zählen (eins, zwei, drei), ordnen (erster, zweiter, dritter) und fassen zusammen (zu dritt). Unterschiedliche Zahlensysteme und Rechenmethoden werden auch heute noch benutzt.

Die Ziffern, die wir verwenden, haben eine lange, faszinierende Entstehungsgeschichte, zu der uns Benjamin Wardhaugh in seinem Buch mitnimmt. Zahlen können unterschiedlich erscheinen – als Perlen auf einem Abakus, Striche auf dem Kerbholz oder als Aneinanderreihung von Nullen und Einsen. Wir können sagen, dass 4567 eine vierstellige Zahl ist, aber das ist ungefähr so, als würden wir „Mary“ als „Mädchen mit vier Buchstaben“ beschreiben. Denn 4567 ist ja nur die Darstellung einer Zahl, nicht die Zahl selbst. Doch was sind die Zahlen überhaupt? Existieren sie auch ohne uns? Oder haben sie außerhalb der Strukturen unserer Welt und unserer Gehirne keinen Bestand? Darauf gibt es keine einfache Antwort.

Die Geschichte des Zählens ist eine Reise um den Globus und durch Jahrtausende, die hier unterhaltsam und mit viel Liebe zum Detail nachgezeichnet und mit unzähligen Quellen dokumentiert wird. Benjamin Wardhaugh beschreibt diese Geschichte als einen immer noch wachsenden Baum, der tief verwurzelt und weit verzweigt ist. Barbara Messing

Benjamin Wardhaugh
Zählen. Die Geschichte von den Anfängen der Mathematik
HarperCollins Verlag, 400 S., € 26,–
ISBN 978-3-365-00891-1

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