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#Deutschland zur Stunde Null

#Deutschland zur Stunde Null
© Leibniz-Institut für Länderkunde 2025

Am Ende des Zweiten Weltkriegs sind in Deutschland fast fünf Millionen Wohnungen beschädigt oder zerstört. Viele Innenstädte liegen in Schutt und Asche.

Vor 80 Jahren endete mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 in Europa der Zweite Weltkrieg nach fast sechsjähriger Dauer. Bilder von Kriegshandlungen, Konzentrationslagern, Vertreibungen sowie von verwüsteten Städten mit ihren Trümmerlandschaften sind einprägsame Zeitzeugnisse und stehen zugleich als Mahnung vor Nationalsozialismus, Krieg und Völkermord. Die Karte des Leibniz-Instituts für Länderkunde zeigt die Kriegszerstörungen auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland unmittelbar nach Kriegsende zur Stunde Null: Von den 54 Großstädten (Stand 1939) überstanden nur Wiesbaden, Erfurt und Halle den Zweiten Weltkrieg mit relativ geringen Schäden. Den höchsten prozentualen Wohnungsverlust verzeichnete Würzburg mit rund 75 Prozent, gefolgt von Dessau, Kassel, Mainz und Hamburg. Etwa ein Drittel der 151 Mittelstädte verzeichnete einen Totalzerstörungsgrad am Wohnungsbestand von mehr als 20 Prozent.

Starke Zerstörungen wiesen auch die Innenstädte auf, die besonders seit 1942 Ziele der alliierten Luftangriffe waren. Noch in den letzten Kriegsmonaten gingen 1945 Städte in den Feuerstürmen unter. Zu ihnen zählen die Mittelstädte Hanau und Pforzheim sowie die Großstädte Magdeburg, Dresden, Chemnitz, Dessau und Plauen. Auch die Großstädte des Deutschen Reiches, die östlich der 1945 im Potsdamer Abkommen fixierten Oder-Neiße-Linie lagen – unter anderem Breslau, Stettin und Königsberg – wurden kurz vor Kriegsende weitgehend zerstört.

Die ganze Karte noch einmal als pdf-Datei (2,95 MB) gibt es hier.

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