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#Deutschlands Labore sind am Limit

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Deutschlands Labore sind am Limit

Es ist noch gar nicht lange her, da steckte der Stab tief im Hals eines Fremden. Oder weit oben in der Nase. Dort, wo die Ärzte das Virus vermuten. Jetzt hält Vanessa Op te Roodt den Stab vorsichtig in der linken Hand. Mit der rechten Hand greift sie zur Zange. Schnipp! Das abgetrennte kurze Ende rutscht in einen durchsichtigen Kunststoffbehälter, der mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt ist. Op te Roodt legt das lange Ende des Stabes zur Seite und greift zum nächsten Plastikröhrchen. Schraubt es auf und nimmt den neuen Stab heraus. Bevor sie die Zange neu ansetzt, hält sie das Metall kurz über die Flamme des Bunsenbrenners. „Von jeder Seite ein paar Sekunden“, sagt sie. Dann ist das Werkzeug steril. Jeder kleinste Tropfen von der alten Probe verdampft, jedes bisschen Virus verbrannt. Op te Roodt sagt: „Wir gehen halt auf Nummer sicher.“

Die Arbeit ist monoton, die Bewegungen wiederholen sich. Aber sie sind wichtig. Ohne die Tests kann der beste Plan gegen die Pandemie nichts ausrichten. Weil niemand weiß, wer sich mit Corona angesteckt hat und wo Ärzte und Behörden als Erstes handeln müssen. Vanessa Op te Roodt hat gelernt, mit dieser Verantwortung zu leben. Es wäre fatal, jetzt nachlässig zu werden. Würde die Probe auf die Tischplatte fallen, wäre das ein Problem. Würde Op te Roodt sich aus Versehen selbst infizieren, eine Katastrophe. Ein Gestell fasst 30 Proben, sie stehen darin aufrecht wie Kerzen. Die Mitarbeiterin verwendet den englischen Begriff dafür, Rack. Nach spätestens vier Racks braucht Op te Roodt eine Pause. Eine Stunde lang hat sie dann Abstriche von Personen zur weiteren Untersuchung vorbereitet, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben könnten. Eine Probe nach der anderen, immer wieder geht das so: aufschrauben, rausnehmen, abschneiden, weglegen. Damit es schneller geht, hat Op te Roodt immer zwei Zangen parat liegen, die sie abwechselnd benutzt. Warum zwei? „Fassen Sie mal an“, sagt sie und reicht die Zange herüber, die sie eben noch über die Flamme hielt. „Kochend heiß!“

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In dem Labor in Ingelheim arbeiten sie an diesem Abend mal wieder im Akkord. Viele Kollegen sind schon nach Hause gegangen, doch in der Corona-Abteilung geht es noch immer rund. Jeweils zwei Mitarbeiter teilen sich einen Gang, sie sitzen Rücken an Rücken, von oben flutet kaltes Neonlicht den Raum. Op de Roodt trägt einen hellblauen Schutzkittel und dazu Handschuhe, Maske und Brille. Die Haare hat sie zu einem Dutt zusammengebunden. „Man ist manchmal platt, wenn das Regal immer wieder voll wird und man kein Ende sieht“, sagt sie. Draußen hat sich schon die Dunkelheit über den Rhein gelegt.

So viel Arbeit wie noch nie

Op te Roodt hat Spätschicht. Die Proben, die sie gerade für die Untersuchung vorbereitet, haben höchste Priorität. Die vollen Gestelle sind mit einem roten Klebeband gekennzeichnet, in schwarzer Schrift sind immer wieder zwei Buchstaben darauf zu lesen: „KH“. Das steht für „Krankenhaus“, dort wurden die Abstriche gemacht. Solange noch unbearbeitete Racks mit dem roten Band herumstehen, geht Op te Roodt nicht nach Hause. „Speziell die Krankenhausproben, die werden immer noch am Abend in der Spätschicht gemacht. Damit die nachts noch auf die Maschine zur Untersuchung gehen.“ In jedem Durchgang schafft das Gerät Dutzende Proben auf einmal. Fünf Stunden braucht es, um eine Antwort auf die entscheidende Frage zu geben: Wer hat Corona? Und wer nicht?

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