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Der ERC Ingolstadt besiegt den AEV mit 6:3 und gewinnt auch das zweite Panther-Duell der Saison. Ein prominenter Zuschauer sieht ein spektakuläres erstes Drittel.
Das bayerische Derby nicht entgehen lassen wollte sich ein prominenter Besucher. Fußball-Nationalspieler Thomas Müller hatte am Vortag mit dem FC Bayern München bei Eintracht Frankfurt mit 1:5 verloren und suchte wohl nach etwas Ablenkung. Er saß mit einem Schal des ERC Ingolstadt um den Hals auf der Tribüne und sah von dort ein spektakuläres erstes Drittel.
Spektakuläres erstes Drittel: Tore und Tempo in Ingolstadt
Dieses bot sechs Tore, sehenswerte Spielzüge und zwei Mannschaften, die sich nichts schenkten. Vor allem die Ingolstädter legten ein hohes Tempo vor und feuerten zahlreiche Schüsse Richtung Augsburger Tor. Allein in der ersten Minute war AEV-Goalie Markus Keller mehrfach gefordert. Die Gäste überstanden die Anfangsphase schadlos und gingen selbst in Führung, als Luke Esposito einen Schuss von Jordan Southorn ins Netz abfälschte (2.). Der ERC ließ sich davon nicht beeindrucken und drehte den frühen Rückstand bis zur 13. Minute in eine 3:1-Führung. Die Augsburger halfen dabei durch drei Zwei-Minuten-Strafen gehörig mit. Charles Bertrand gelang in Überzahl zunächst der Ausgleich, als er Keller nach einem Bauerntrick tunnelte (6.). Als später zwei AEV-Akteure zeitgleich in der Kühlbox Platz nehmen mussten, traf Wojciech Stachowiak zum 2:1 (9.).
David Warsofsky ist nach dem Check im letzten Spiel gegen Ingolstadt noch nicht wieder dabei
Für Aufregung im ersten Aufeinandertreffen im Oktober, das die Ingolstädter mit 4:1 für sich entschieden, hatte ein Check von Travis St. Denis mit der Schulter gegen den Kopf von David Warsofsky gesorgt. Während der 33-jährige US-Amerikaner wegen einer Gehirnerschütterung noch immer ausfällt, ist St. Denis nach der auferlegten Sperre von vier Spielen längst wieder dabei und überzeugt seitdem sportlich. Auch diesmal, als er das 3:1 nachlegte (13.). Augsburg war in Überzahl, agierte aber umständlich und vertändelte an der gegnerischen blauen Linie den Puck. Zwei Ingolstädter waren auf und davon, Daniel Pietta verzögerte geschickt, ließ Keller ins Leere springen und legte mit der Rückhand sehenswert zurück auf St. Denis, der ins leere Tor vollendete.
Nach Piettas „Geniestreich“ schlugen die Augsburger zurück und erzielten selbst ein Unterzahltor. Nach einem Lattenschuss von Zachery Mitchell verlor Ingolstadts Torhüter Michael Garteig den Puck aus den Augen und war kurz orientierungslos. Tim Schüle nutzte die Gunst der Stunde und verkürzte aus spitzem Winkel (15.). Doch der alte Abstand war schnell wieder hergestellt. Keller ließ einen Schuss nach vorne abprallen, Brandon Kozun staubte zum 4:2 ab (17.).
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Hakulinens Anschlusstreffer: AEV schöpft nochmal Hoffnung
Im zweiten Drittel ließ die Spielgeschwindigkeit merklich nach. Ingolstadt hatte die Partie unter Kontrolle, die Torhüter waren zur Stelle, wenn sie benötigt wurden. Ein ähnliches Bild bot der Schlussabschnitt. Der ERC schien alles im Griff zu haben, doch aus dem Nichts keimte beim AEV nach dem Anschlusstreffer von Anrei Hakulinen noch einmal Hoffnung auf (51.). Abermals hatten die Ingolstädter die passende Antwort parat. Eine Minute nach dem Gegentor erzielte Stachowiak das 5:3 (52.). Als Augsburg alles riskierte, traf Wasyne Simpson zum 6:3-Endstand ins leere Tor (60.).
Insgesamt hatte AEV-Trainer Christof Kreutzer nichts an der Leistung seines Teams auszusetzen: „Wir haben hart gearbeitet und alles versucht. Das 5:3 hat uns das Genick gebrochen. Ansonsten hätten wir noch einmal Druck aufbauen können.“
ERC Ingolstadt Garteig – Edwards, Wagner; Hüttl, Bodie; Zitterbart, Maginot; Jobke – Simpson, Stachowiak, Bertrand; Nijenhuis, Pietta, St. Denis; Kozun, Rowe, Höfflin; Friedrich, Schwaiger, Dunham
Augsburger Panther Keller – Rantakari, Schüle; Sacher, Southorn; Welsh, Renner – Karjalainen, Collins, Hakulinen; Mitchell, Esposito, Puempel; Elias, Oblinger, Andersen; Hanke, Soramies, Tosto Zuschauer 4816 (ausverkauft) – Tore 0:1 Esposito (2.), 1:1 Bertrand (6./PP), 2:1 Stachowiak (9./PP2), 3:1 St. Denis (13./SH), 3:2 Schüle (15./SH), 4:2 Kozun (17.), 4:3 Hakulinen (51.), 5:3 Stachowiak (52.), 6:3 Simpson (60./EN).
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