#Die Macht in seinem Inneren

Die Macht in seinem Inneren

In einer der rätselhafteren Passagen seiner Lehre sprach Jesus davon, dass die Menschen „von oben“ geboren werden müssten. Oben, so kann man die Stelle im Johannes-Evangelium deuten, ist der Geist, unten ist das Fleisch. Zur Erklärung folgt dann noch ein Satz, der sehr berühmt geworden ist: „Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht.“ Das griechische Wort „pneuma“, das hier mit Wind, häufig aber eben auch mit Geist übersetzt wurde, spricht von einer Kraft, die sich nicht auf Flasche ziehen lässt, jedenfalls nicht in der westlichen Kultur.

In dem Märchen von Aladin und der Wunderlampe gibt es immerhin ein Gefäß, das den Dschinn in sich birgt. Aber das ist eine andere Geschichte, die in Jörg Lausters Buch „Der heilige Geist. Eine Biographie“ keinen Platz hat. Er hat auch so schon genug zu tun mit einer Idee oder einer Vorstellung, die so elementar ist, dass man sie fast überall erkennen kann, wenn man erst einmal den Blick entsprechend eingestellt hat.

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