Die wahre Geschichte hinter der Historienserie

Die wahre Geschichte hinter der Historienserie

Ein Spionagering steht im Mittelpunkt der Dramaserie „Turn: Washington’s Spies“. Doch wie viel wahre Geschichte steckt hinter dem Historienformat?

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Der junge Bauer Abe Woodhull (Jamie Bell) gründet 1778 in New York gemeinsam mit Jugendfreunden eine Spionage-Organisation. Und tatsächlich gelingt es den Geheimagenten unter Präsident George Washington, den Unabhängigkeitskrieg der Vereinigten Staaten gegen Großbritannien maßgeblich zu beeinflussen. Wir klären, ob „Turn: Washington’s Spies“ eine reale Begebenheit zugrunde liegt.

Am 10. Dezember 2025 startet die Serie im Netflix-Abo. Einen Vorgeschmack auf Staffel 3 bekommt ihr schon mal mit dem offiziellen Teaser.

Ist „Turn: Washington’s Spies“ eine wahre Geschichte?

Tatsächlich beruht „Turn: Washington’s Spies“ auf echten Geschehnissen. Basierend auf „Washington’s Spies: The Story of America’s First Spy Ring“ von Alexander Rose, erzählt die Historienserie die wahre Geschichte um den legendären „Culper Ring“, eine Spionage-Organisation, die sich um den US-amerikanischen Politiker Benjamin Tallmadge gründete und unter dem Kommando von George Washington stand, der damals noch das Amt des Generals bekleidete.

Tallmadge rekrutierte Abraham Woodhull, einen Farmer aus einem Dorf an der Nordküste von Long Island, und den Kaufmann Robert Townsend aus Manhattan. Beide wurden zu prägenden Figuren im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen die britische Kolonialmacht. Der Krieg tobte von 1775 bis 1783 und gilt als Höhepunkt der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung. Die Unabhängigkeitserklärung 1776 und die Konföderationsartikel ein Jahr später legten den Grundstein für die Entstehung der Vereinigten Staaten von Amerika.

Wie genau hält sich „Turn: Washington’s Spies“ an die wahre Geschichte?

Wie akkurat „Turn: Washington’s Spies“ den historischen Verlauf wiedergibt, lässt sich nur schwer beurteilen. Wie das Journal of the American Revolution aber erklärt, nimmt sich die Historienserie ein paar Freiheiten, die Kenner*innen der amerikanischen Geschichte bereits aufgefallen sein dürften. Einige davon wohl schlicht und ergreifend aus dramaturgischen Gründen.

So gründet sich der „Culper Ring“ in der Serie im Herbst 1776 – tatsächlich fand die Organisation aber erst rund zwei Jahre später zusammen. In „Turn: Washington’s Spies“ wird Abraham Woodhull als verheirateter Familienvater porträtiert, soll im echten Leben aber alleinstehend und kinderlos gewesen sein. Idara Victor verkörpert die Agentin Abigail, die unter dem Code-Namen „Agent 355“ firmiert – tatsächlich soll die Identität von „355“ aber nie gelüftet worden sein.

Ihr seid Fans von Historienserien? Dann bekommt ihr in der Bilderstrecke ein paar Genre-Tipps:

Ansonsten rekonstruiert „Turn: Washington’s Spies“ die historischen Ereignisse recht authentisch, beispielsweise die Geheimsprache und die Art der Kommunikation der Agent*innen. Auch die Relevanz des Spionagerings wird in der Serie immer wieder untermauert. Zudem lässt das Format keine der Schlüsselfiguren aus, die in der wahren Geschichte prägende Rollen spielten.

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