Dieses Sci-Fi-Abenteuer war in mehreren Ländern zu heikel fürs TV-Programm

In Deutschland war sie kein Problem, doch in dem Vereinigten Königreich und Irland war diese „Star Trek“-Folge ein heikles Thema.

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„Star Trek: The Next Generation“ ist bekannt dafür, gesellschaftliche und politische Themen in futuristischen Szenarien zu verarbeiten. Eine Folge aus der dritten Staffel sorgte laut der BBC allerdings für politische Kontroversen – insbesondere in Großbritannien und Irland.

Die Episode mit dem Titel „Terror auf Rutia-Vier“ wurde dort nach ihrer Veröffentlichung im Jahr 1990 zunächst nicht ausgestrahlt. Grund dafür war eine kurze, aber brisante Bemerkung über die Zukunft Irlands, die damals als besonders heikel galt.

In der Folge besucht die Crew der USS Enterprise unter der Leitung von Captain Jean-Luc Picard (Patrick Stewart) den Planeten Rutia IV, der von einem Bürgerkrieg erschüttert wird. Während eines Gesprächs erwähnt die Figur Lieutenant Commander Data (Brent Spiner), dass Irland und Nordirland sich im Jahr 2024 vereinigt hätten – als Beispiel für einen politischen Konflikt, bei dem Gewalt letztlich zur Zielerreichung geführt habe.

Diese Aussage wurde zur Zeit der Erstausstrahlung als problematisch empfunden, da der Nordirlandkonflikt – auch bekannt als „The Troubles“ – noch nicht beendet war. Dieser langjährige Konflikt drehte sich unter anderem um die Frage, ob Nordirland Teil des Vereinigten Königreichs bleiben oder sich mit der Republik Irland vereinen sollte, wobei Gruppen wie die IRA (Irish Republican Army) gewaltsam gegen die britische Herrschaft vorgingen.

Ihr fragt euch, wie sehr sich „Star Trek“ in den letzten sechs Jahrzehnten verändert hat? In unserem Video könnt ihr euch jenen Wandel anschauen:

Die „Star Trek“-Folge wurde in zwei Ländern gebannt

Aufgrund dieses Bezugs verweigerten britische und irische Sender zunächst die Ausstrahlung der Folge. Der Sender Sky zeigte später eine zensierte Version, während die BBC die ungekürzte Folge erst 2007 einmalig ausstrahlte. Autorin Melinda M. Snodgrass erklärte gegenüber der BBC, dass sie von der Sperrung der Folge zunächst gar nichts mitbekommen habe:

„Wir erfuhren es erst später… und man kann dann nicht mehr viel tun. Fürs Fernsehen zu schreiben ist, als würde man Gleise verlegen, während der Zug schon 90 Meter hinter einem herfährt. Man hat einfach keine Zeit, anzuhalten.“

Wenn ihr euch die Folge anschauen möchtet, findet ihr sie wie alle anderen „Star Trek“-Produktionen im Angebot von Paramount+. Solltet ihr noch kein Abo bei dem Streamingdienst haben, könnt ihr euch hier eure Mitgliedschaft sichern.

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