Noch echte Handarbeit: Boutique Drinks ist auf dem Weg zur Wirtschaftlichkeit.
Bild: Michael Hinz
Das Frankfurter Start-up Boutique Drinks hat während der Corona-Krise begonnen, Cocktails in Flaschen zu verkaufen. Die Nachfrage nach den exklusiven Drinks hält bis heute an.
Als ihm während des zweiten Lockdowns Ende 2020 die Decke auf den Kopf fiel, begann Cyrus Lorenz zu Hause Cocktails zu mischen, sie in Flaschen abzufüllen und diese zu Freunden und Familienmitgliedern zu bringen. Manchmal transportierte er sie auch in einer Kühlbox zum Opernplatz und verteilte sie dort. Das erfreute sich so großer Beliebtheit, dass bald Firmen auf ihn zukamen und Hunderte Flaschen bestellten, um ihren Mitarbeitern zum Ende des verflixten Jahres 2020 eine Freude zu machen. Damit war eine Geschäftsidee geboren: „Wir bringen die Bar nach Hause“, bringt sie Lorenz auf den Punkt.
Eigentlich wollte Lorenz nach seinem Hotelleriestudium ein eigenes Restaurant eröffnen – ein exklusives Lokal für Ramen, japanische Nudelsuppen also, wie er sie während des Studiums in Chicago kennengelernt hatte. Bei der Planung nahm er Kontakt mit Maxim Kilian auf, einem mehrfach ausgezeichneten Barkeeper, den Lorenz als Stammgast aus dem „Parlour“ kannte, damals laut Branchenranglisten eine der besten Bars der Welt. Doch während der Pandemie fand sich für das geplante Lokal kein Investor – sodass aus der Verbindung stattdessen „Boutique Drinks“ entstand.
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