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#Eriksen will mit Herzschrittmacher zur WM

Eriksen will mit Herzschrittmacher zur WM

Der dänische Fußball-Nationalspieler Christian Eriksen träumt nach seinem Herzstillstand von der WM in Katar (21. November bis 18. Dezember). „Mein Ziel ist die Teilnahme an der Weltmeisterschaft“, sagte der 29-Jährige im ersten Interview nach seinem Zusammenbruch der Rundfunkanstalt DR: „Ich möchte wieder Fußball spielen. Es gibt keinen Grund, dies nicht zu tun.“

Eriksen war am 12. Juni im EM-Vorrundenspiel in Kopenhagen gegen Finnland zusammengebrochen. Minutenlang kämpften Notärzte um sein Leben – mit Erfolg. Am Tag danach wurde ihm bereits ein fester Herzschrittmacher eingesetzt. „Seitdem ist nichts mehr passiert, obwohl das Herz auf jede erdenkliche Weise getestet wurde“, sagte Eriksen.

Ärzte halten Rückkehr für realistisch

„Ich will mich bei allen bedanken, die geschrieben und an meine Familie und mich gedacht haben“, sagte der 109-fache Nationalspieler: „Ich möchte aber nicht, dass die Leute Blumen schicken, weil ich fünf Minuten lang tot war.“ Auch mehr als ein halbes Jahr später würde er noch Post bekommen.

Kürzlich einigte sich der Mittelfeldspieler mit seinem bisherigen Klub Inter Mailand auf eine Vertragsauflösung. In Italien ist Fußballspielen mit einem eingesetzten Defibrillator verboten. Der Spielmacher schuftet seitdem in der Heimat bei seinem Jugendklub Odense BK für sein Comeback – und für die Teilnahme an der WM.

„Das ist die Denkweise, die ich die ganze Zeit hatte“, betonte Eriksen. Er hoffe natürlich auf die Nominierung durch Nationaltrainer Kasper Hjulmand, aber es sei nochmal etwas ganz anderes, „ob man wirklich ausgewählt wird“. Der „Traum“ von einem Comeback sei da. „Ich kann zurückkommen“, kündigte Eriksen an.

Auch die Ärzte halten eine Rückkehr für realistisch. „Sie haben gesagt, dass es okay ist“, erklärte Eriksen. Er habe „überhaupt keine Angst, dass es wieder passieren könnte“. Der Gedanke an das Szenario, in dem er nicht wieder aufgewacht wäre, sei jedoch „speziell. Stell dir vor, ich wäre nicht hier. Aber glücklicherweise bin ich hier und kann mit meinen Kindern spielen.“

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