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Skurrile Wesen im Visier: In der November-Ausgabe von Bild der Wissenschaft erfahren Sie, wie die Evolution nach dem Massensterben vor 252 Millionen Jahren erneut boomte. Vor allem die Saurier erlebten im Trias-Erdzeitalter einen Siegeszug und brachten teils experimentell wirkenden Arten, aber auch ausgesprochene Erfolgsmodelle hervor.
Die Entwicklungsgeschichte des Lebens auf unserem Planeten verlief turbulent: Nach Phasen starker Entfaltung kam es immer wieder zu teils heftigen Einbrüchen, bei denen viele Arten ausstarben. Am berühmtesten ist dabei wohl das katastrophale Ende des Zeitalters der Dinosaurier durch den Asteroideneinschlag vor rund 66 Millionen Jahren. Doch es gab auch schon viel früher – vor 252 Millionen Jahren – bereits eine hoch entwickelte Lebenswelt, die in einer globalen Katastrophe fast vollständig unterging.
Im ersten Artikel des vierteiligen Titelthemas „Die Welt der Saurier“ beleuchtet der BDW-Autor Timm Schröder zunächst, was über das große Massenaussterben am Übergang vom Perm- zum Trias-Zeitalter bekannt ist. Man geht demnach davon aus, dass gigantische Vulkanausbrüche und eine anschließende Klimakatastrophe die Erde weitgehend lebensfeindlich gestaltet haben. Die Folge war das größte Artensterben der Erdgeschichte, denn nach dem Inferno blieb kaum noch etwas von der einst bunten Lebenswelt übrig. Doch wie der Autor berichtet, häufen sich nun die Hinweise darauf, dass mehr Arten überlebt haben, als lange gedacht. Offenbar konnten sie in einigen wenigen „Oasen“ überdauern. Als sich im Erdzeitalter Trias die Bedingungen dann wieder besserten, bildeten sie die Grundlage für einen evolutionären Boom, geht aus dem Artikel „Das große Sterben“ hervor.
Sonderausstellung „Triassic Life“
„Die Trias war ein evolutionäres Experiment“, sagt der Paläontologe Stephan Spiekman vom Naturkundemuseum Stuttgart in einem Interview, das die BDW-Redakteurin Salome Berblinger geführt hat. Neben den Ursachen für die intensive Entwicklung der Lebenswelt nach der Klimakatastrophe steht ein besonders skurriles Trias-Wesen im Fokus, das Spiekman und seine Kollegen kürzlich wissenschaftlich beschrieben haben. Das Reptil Mirasaura grauvogeli besaß demnach einen Fächer aus einer zuvor unbekannten Struktur. Zu bewundern ist eine Nachbildung dieses „Wundersauriers“ in der aktuellen Sonderausstellung „Triassic Life“ im Naturkundemuseum Stuttgart. Dort begegnen den Besuchenden auch viele weitere Tiere aus dem Erdzeitalter der Trias.
Im dritten Teilartikel geht es dann um eine Entwicklung des Trias-Zeitalters, die das Leben auf der Erde nachhaltig prägen sollte: Die ersten Vertreter der Dinosaurier entstanden nach dem Massenaussterben und breiteten sich bereits beachtlich aus. Davon zeugen Funde aus dem schwäbischen Trossingen, berichtet der BDW-Autor Klaus Jacob. Im Artikel „Das Leben danach“ beschreibt er diese besondere Fossilienlagerstätte und die seltsamen Kreaturen, die hier vor rund 210 Millionen Jahren lebten.
Abgerundet wird das Titelthema von einem Artikel, der eine spezielle Methodik zur Erforschung der Karriere der Dinosaurier im Trias-Zeitalter vorstellt. Die BDW-Autorin Bettina Wurche berichtet, wie Paläontologen in Polen versteinerten Kot nutzen, um Einblicke in die Ernährung, Lebensweise und die Umwelt vor über 200 Millionen Jahren zu gewinnen. So sind Einblicke in die schrittweise, aber schnell ablaufende Dino-Evolution im Zusammenhang mit den ökologischen Veränderungen möglich, geht aus dem Artikel „Fäkale Forensik“ hervor.
Die Artikel des Titelthemas „Die Welt der Saurier“ können Sie im Rahmen eines bdw+ Abonnements online lesen, oder Sie finden sie in der November-Ausgabe von Bild der Wissenschaft, die ab dem 17. Oktober im Handel erhältlich ist.
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