
Von 1999 bis 2010 versammelten die spießbürgerlichen Geschichten der Familie Krause ein Millionenpublikum vor den Fernsehgeräten. „Alles für den Dackel, alles für den Club. Unser Leben für den Hund“ – den Leitsatz des Dackelvereins werden „Hausmeister Krause“-Fans wohl nie wieder vergessen. Wir zeigen euch, wie Tom Gerhardt und seine Serienfamilie heute aussehen.
Der halbtags als Hausmeister arbeitende Dieter Krause lebt zusammen mit seiner dreiköpfigen Familie und dem Dackel Bodo in einer Wohnanlage in Köln-Kalk. Letzterer ist gleichzeitig Dieters größtes und einziges Hobby, das er mit dem zugehörigen Kölner Dackelclub KTC 1881 e.V. gebührend zelebriert. Dort lässt der ordnungsliebende Denunziant keine Gelegenheit aus, um Intrigen zu spinnen und somit dem Präsidenten-Amt ein Stückchen näherzukommen.
Tom Gerhardt feierte bereits vor dem Serien-Hit „Hausmeister Krause“ große Erfolge als Schauspieler und Komiker. In seinem Filmdebüt „Voll normaaal“ verkörperte er nicht nur Dieter Krause, sondern auch dessen Sohn Tommie, der mit seiner Bommelmütze und der Vorliebe für abmontierte Auspuffe für einige derbe Lacher sorgte. Auch die drei Jahre später erschienene Komödie „Ballermann 6“ konnte beim Publikum punkten. Im Jahr 2011 wurde Gerhardt Ehrenbürger von Köln-Kalk. Mittlerweile steht er mit seinem Bühnenprogramm „Hausmeister Krause – Du lebst nur zweimal“ wieder in seiner Paraderolle auf der Bühne.
„Lisbeth“ ist Dieters Ehefrau und die gute Seele der Krauses. Sie träumt von einem Leben in Wohlstand und wird von den Allüren ihres Mannes regelmäßig in den Wahnsinn getrieben. Dass Dieter schon seit zehn Jahren nicht mehr mit ihr geschlafen hat, belastet die engagierte Hausfrau sehr. Trotzdem ist sie um ihren Mann stets besorgt und versucht, ihm die ein oder andere wahnwitzige Aktion auszureden.
Als Elisabeth in „Hausmeister Krause“ wurde Irene Schwarz einem größeren Publikum bekannt. Nach dem Serien-Aus im Jahr 2010 war die gebürtige Leipzigerin unter anderem in der Sat.1-Serie „Danni Lowinski“ an der Seite von Anette Frier zu sehen. Auch danach widmete sie sich weiterhin der Schauspielerei und wirkte in mehreren Fernsehproduktionen mit (u.a. „SK Kölsch“). Irene Schwarz ist Gründungsmitglied des N. N. Theaters Köln und steht nach wie vor auf der Bühne.
Carmen ist nicht die hellste Kerze auf der Torte, hat dafür aber umso mehr spendierfreudige Verehrer, von denen sie sich aushalten lässt. Sie absolviert eine Ausbildung als Friseurin, schafft es aber nicht, diese zu beenden, da sie immer wieder durch die theoretische Prüfung fällt. Nebenbei verdient sie sich als Gogo-Tänzerin ein kleines Taschengeld, hofft aber, in ferner Zukunft als Schauspielerin durchstarten zu können.
Janine Kunze trat bereits im Alter von nur zehn Jahren in Musicals auf. Im Rahmen ihrer Nebenrolle im Kino-Hit „Knockin‘ on Heaven’s Door“ wurde sie von einem Produzenten entdeckt, der sie kurz darauf für „Hausmeister Krause“ engagierte. Im Jahr 2004 hatte Kunze sogar eine eigene Comedy-Serie („Frech wie Janine“), die jedoch nach acht Folgen eingestellt wurde. Sie gehörte von 2005 bis 2010 zum festen Team der Sat.1-„Comedy-Falle“. Im Fernsehen ist sie regelmäßig als Gast diverser Shows zu sehen (unter anderem „Genial daneben“ und „Das große Promibacken“). Zwischen 2013 und 2021 bekleidete in der ZDF-Serie „Heldt“ die Rolle der Staatsanwältin Ellen Bannenberg.
Der prollige Sohn der Krauses ist besonders durch seinen eigenwilligen Sprachstil und seine wiederkehrende Garderobe bekannt. Er hat seinen jugendlichen Sexualtrieb kaum im Griff und ist deswegen in Besitz einer beachtlichen Sammlung von Pornoheften. Darüber hinaus hat er eine große Schwäche für Splatterfilme.
Im jungen Alter von nur zwölf Jahren stand Axel Stein bereits für diverse Fernsehserien vor der Kamera. Im Jahr 2000 übernahm er in der Filmkomödie „Harte Jungs“ seine erste Kinohauptrolle. Zwei Jahre später produzierte er mit „Axel!“ seine erste eigene Comedy-Serie. Es folgten Rollen in Kinofilmen wie „Barfuss“ „7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug“ und „Hilfe, ich habe meine Eltern geschrumpft“. 2014 feierte er zudem sein Regiedebüt mit dem Horrorfilm „Tape_13“, der auf der Berlinale gezeigt wurde. Axel Stein ist auch heute in zahlreichen Kinofilmen zu sehen sowie im TV als Gast in unterschiedlichen Formaten präsent.
Sämtliche Figuren von „Hausmeister Krause“ stammen aus Tom Gerhardts Filmkomödie „Voll normaaal“. Dort leben die Krauses allerdings nicht in einer Wohnanlage, sondern besitzen stattdessen ein kleines Eigenheim. Tommie Krause arbeitet außerdem als Kfz-Mechaniker. Selbst der Dackelclub existiert in der Filmkomödie von 1994 bereits. Die Rolle der Carmen Krause wurde damals übrigens von Veronica Ferres verkörpert.
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