Heidenheim bestraft VfB Stuttgart mit spätem Traumtor

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Ein spätes Gegentor gegen den 1. FC Heidenheim hat die Ergebniskrise des VfB Stuttgart verschärft. Der DFB-Pokal-Finalist verlor gegen den abstiegsgefährdeten württembergischen Rivalen mit 0:1 (0:0) und musste damit die sechste Heimpleite in der Fußball-Bundesliga nacheinander hinnehmen.
Mathias Honsak schockte mit seinem Tor in der 89. Minute die Gastgeber von Trainer Sebastian Hoeneß.
„Langsam ist es echt schwierig, Worte dafür zu finden“, sagte VfB-Stürmer Nick Woltemade nach dem Spiel beim TV-Sender DAZN. „Wir haben genug Chancen. Wenn heute das erste Tor fällt, geht das Spiel anders aus. Aber es ist wieder mal nicht gefallen.“
In den vergangenen zehn Bundesligapartien sprangen für die Stuttgarter nur einmal drei Punkte heraus. Zehn Minuten vor dem Ende hatte der eingewechselte Nick Woltemade mit einem Lattenschuss ebenso wie Deniz Undav mit einem Kopfball an den Pfosten noch die Führung für die Stuttgarter denkbar knapp verpasst.
„Bitter. Symbolisch für das Spiel, dass der nicht reingeht und wir dann so ein Tor kassieren“, sagte Woltemade über seine Gelegenheit. Nur mit einem Sieg im Pokalfinale gegen den drittklassigen Außenseiter Arminia Bielefeld dürfte der Einzug in die Europa League noch möglich sein.
Demirovic scheitert an Müller
Die Heidenheimer von Trainer Frank Schmidt dürfen sich nach drei Niederlagen in Serie im Kampf um den Abstiegsrelegationsrang über wichtige Punkte freuen. Nachdem in der Offensive lange kaum etwas von den Gästen zu sehen war, sorgte Honsak für kollektiven Jubel. Es könnte ein wichtiger Mutmacher für das Spiel gegen den direkten Abstiegskonkurrenten VfL Bochum sein.
Die Heidenheimer waren nach dem 0:4 gegen den FC Bayern am vergangenen Wochenende sehr auf eine dicht gestaffelte Defensive bedacht. Zwar hatten sie die erste Strafraumaktion, Adrian Beck stand aber knapp im Abseits. Überwiegend zog sich der Abstiegskandidat weit zurück. In einer zähen ersten Halbzeit hatten die Stuttgarter so deutlich mehr Ballbesitz.
Doch dem VfB fehlte es zumeist an Kreativität, Tempo und Präzision für gute Torchancen. Nach einer halben Stunde ließ Ermedin Demirovic dann die große Gelegenheit auf das 1:0 verstreichen. Nach feinem Zuspiel von Deniz Undav tauchte er plötzlich frei vor Kevin Müller auf, scheiterte aber am Heidenheimer Torhüter. Es war die erste Aktion, bei der Müller eingreifen musste. Demirovic hatte auch für den ersten VfB-Abschluss gesorgt, der aber vorbeiflog (12.).
Woltemade fehlt in der Startelf
VfB-Trainer Hoeneß hatte in der Startelf etwas überraschend auf den formstarken Nick Woltemade verzichtet, der im ersten Spiel nach seiner Gelb-Rot-Sperre erst einmal auf der Bank Platz nahm. Nationalstürmer Undav bildete nach seinem Tor und seiner Vorlage beim 4:4 bei Union Berlin wieder mit Demirovic das Stürmer-Duo.
„Er hat das Momentum auf seiner Seite. Das wollen wir versuchen auszubauen“, begründete Hoeneß bei DAZN seine Entscheidung für Undav. „Es ist offensichtlich, dass das keine Entscheidung gegen Nick ist.“ Undav hätte aus seiner Chance kurz vor dem Seitenwechsel mehr machen können.
Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel schickte Hoeneß dann Woltemade für Rechtsverteidiger Leonidas Stergiou auf den Rasen und verstärkte damit die Offensive. Beinahe wäre der VfB dann aber durch eine Abwehraktion von Jeff Chabot in Rückstand geraten. Einen Kopfball von Patrick Mainka schoss der Innenverteidiger beim Klärungsversuch gegen die Latte.
Der VfB drängte zunehmend auf die Führung. Demirovic wurde von Frans Krätzig gerade noch gestört. Einen Freistoß von Fabian Rieder parierte Müller, Woltemade kam einen Schritt zu spät. Das Tor gelang dem VfB nicht mehr. Dann schockte Honsak die Stuttgarter mit seinem Schlenzer von der Strafraumgrenze.
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