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#Henri Nannens Familie droht

„Henri Nannens Familie droht“

Die Familie des früheren „Stern“-Chefredakteurs Henri Nannen droht dem Norddeutschen Rundfunk juristische Schritte wegen der Berichterstattung der Magazine „STRG_F“ und „Zapp“ über Nannens Zeit als Soldat in der NS-Zeit an. Dabei geht es um seine Rolle in einer Propagandaeinheit der SS. Aus „seinen Verfehlungen als Wehrmachtssoldat“, heißt es in einem Schreiben des Anwalts Christian Schertz an den NDR-Intendanten Joachim Knuth, aus dem der Fachdienst „Kress“ und der „Tagespiegel“ zitieren, habe Nannen „nie einen Hehl“ gemacht. Doch gebe es für eine Beteiligung Nannens „an der Gestaltung oder auch Verteilung der im Beitrag gezeigten antisemitischen Flugblätter bis zum heutigen Tag keinen einzigen Beweis“.

Michael Hanfeld

verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

Hierauf weise der Beitrag nicht hin. Es werde vielmehr „ein vermeintlicher Beweis angeführt, der nach Studium der Originalquelle falsch wiedergegeben wird und den behaupteten Beweis eben nicht erbringt. Insofern ist die konkrete Berichterstattung, die hier in Bezug genommen wurde, schlicht als falsche Tatsachenbehauptung anzusehen.“ Der Titel „Nannen: Seine Rolle als Chef einer SS-Propagandaeinheit“ mit dem Bild Nannens sei aus dem Internet zu entfernen. Nannen sei weder SS-Mitglied „noch formal Chef der fraglichen SS-Einheit gewesen“. Man behalte sich juristische Schritte vor.

Der NDR teilte auf Anfrage mit, man prüfe das Schreiben. Den Beiträgen „zu Henri Nannen und seiner Verantwortung für die Propagandaarbeit des ,Südstern‘“ lägen „eigene juristisch geprüfte und ausführlich dokumentierte Recherchen zugrunde“. Nannens Verantwortung „an der Propagandaarbeit des ,Südstern‘“ sei „unstrittig. Selbst der Stern schrieb 2014: „Sir Henri war der Boss“.“ Weitere Quellen bestätigten das.

Nannens Wehrmachtszeit war lange bekannt. Neu waren im NDR die Verweise auf judenfeindliche Flugblätter. „Stern“-Chefredakteur Gregor Peter Schmitz hatte sich von Nannen distanziert. Der Nannen-Preis wurde für dieses Jahr in „Stern Preis“ umbenannt, eine Kommission klärt, wie der „Stern“ mit Nannens Erbe weiter umgeht.

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