Hessen: Kurort darf auch auf Ortsschildern stehen

Hessen: Kurort darf auch auf Ortsschildern stehen

Auf den gelben Schildern an den Ortseingängen von Bad Homburg darf in Zukunft der Zusatz „Kurstadt“ stehen, auf denen von Königstein die Bezeichnung „Kurort“. Die aus Sicht der beiden Kommunen im Hochtaunuskreis erfreuliche Nachricht kommt aus dem hessischen Innenministerium: 16 Städte und Gemeinden haben die Erlaubnis erhalten, die Prädikate „Heilbad“, „Kurstadt“ oder „Kurort“ auf den Schildern unter dem Ortsnamen zu führen.

Minister Roman Poseck verlieh die Zusatzbezeichnungen diese Woche in Bad Homburg an die Kommunen. Dabei gehe es um mehr als einen Titel, teilte der CDU-Politiker mit. Schon am Ortseingang werde damit sichtbar, „wofür unsere Heilbäder und Kurorte stehen, nämlich für Gesundheit, Erholung und höchste Qualität“.

Als Kurstadt dürfen sich auf den Schildern nun außer Bad Homburg auch Bad Nauheim, Bad Camberg, Bad Hersfeld und Bad Soden-Salmünster bezeichnen. Den Zusatz Heilbad erhielten Bad Arolsen, Bad Schwalbach, Bad Orb, Bad Sooden-Allendorf, Bad König, Bad Salzschlirf und Herbstein. Kurort dürfen sich wie Königstein auch Bad Emstal, Bad Zwesten und Neukirchen offiziell nennen. Möglich wurde die Aufnahme der Prädikate auf die Tafeln laut Ministerium durch eine Änderung der Hessischen Gemeindeordnung im Zuge des neuen Flexibilisierungsgesetzes.

Die Stadt Bad Homburg hat angekündigt, in den nächsten Wochen an mehreren Stellen neue Schilder anzubringen. Bei der Feierstunde mit dem Innenminister im Kulturbahnhof, die vom Hessischen Heilbäderverband veranstaltet wurde, nannte Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) die Kur laut einer Mitteilung einen „Markenkern unserer Stadt“. Mit der Kur habe sich Bad Homburg seit dem 19. Jahrhundert zur international bekannten Gesundheitsmetropole und zu einem attraktiven Wirtschafts- und Wohnort entwickelt. Der Namenszusatz bringe das jetzt auch nach außen zum Ausdruck.

Die Königsteiner Bürgermeisterin Beatrice Schenk-Motzko (CDU) spricht von einem „lang ersehnten Schritt“. Die Stadt hat sich nach eigenen Angaben gegen die Kategorie „Kurstadt“ und für „Kurort“ entschieden. Weil Königstein schon länger als „Heilklimatischer Kurort“ firmiere, sei diese Wahl „folgerichtig“. Aus Sicht der Bürgermeisterin wird die Bedeutung als Erholungsstandort nun schon bei der Einfahrt sichtbar. Auch das Ministerium geht davon aus, dass sich die öffentliche Wahrnehmung positiv auf den Tourismus in den Orten auswirken kann. Zudem schaffe der Titel „Stolz und Heimatverbundenheit bei den Bürgern“.

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