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#Humane AI Pin: Wie eine elektronische Brosche das iPhone ersetzen will

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Zwei langjährige Apple-Mitarbeiter gründeten vor fünf Jahren im Silicon Valley das Startup Humane. Jetzt bringen sie ein Gadget ohne Bildschirm als Smartphone-Ersatz.

Das Smartphone ist der wichtigste elektronische Begleiter des Menschen und mittlerweile so perfekt, dass man sich fragt, was denn eigentlich sein Nachfolger werden könnte. Zwei Designer, beide langjährig bei Apple beschäftigt und miteinander verheiratet, haben jetzt ein Gadget jenseits des Smartphones vorgestellt, das in den Vereinigten Staaten von diesem Donnerstag an vorbestellbar ist.

Michael Spehr

Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

Imran Chaudhri und Bethany Bongiorno gründeten 2018 ihre Firma Humane im Silicon Valley, sammelten 100 Millionen Dollar Risikokapital ein und stellten nun ihren AI Pin vor. Das AI steht für Artificial Intelligence, Künstliche Intelligenz. Den kleinen Dongle mit einer Kantengröße von rund 5 Zentimeter befestigt man per Magnet an der Kleidung, rückseitig dockt ein Akku an. Das Gehäuse enthält eine Kamera, einen Lautsprecher und einen Beamer. Ein Display fehlt der elektronischen Brosche. Stattdessen werden Inhalte entweder vorgelesen oder mit dem Projektor in die geöffnete Handinnenfläche eingespielt.

Die KI kommt von Open AI

Im Innern arbeitet eine KI von Chat-GPT-Hersteller Open AI zusammen mit einem speziellen Betriebssystem namens Cosmos und einem Snapdragon-Prozessor. Was das Gerät bislang kann: Inhalte vorlesen, E-Mails zusammenfassen, Echtzeitübersetzungen vornehmen oder Nährwertinformationen angeben, wenn man Lebensmittel vor die Kamera hält. Die Software kann Objekte erkennen, etwa dass man ein Buch vor die Optik hält. Diese hat eine Auflösung von 13 Megapixel, in späteren Versionen soll sie auch Videos aufzeichnen können. Um die Privatsphäre zu wahren, wird ein Licht kurz aktiviert, wenn AI Pin Daten aus der Umgebung erfasst.

Hält per Magnet an der Kleidung.



Bilderstrecke



Humane Ai Pin
:


Die elektronische Brosche

Noch hat niemand das Gerät ausprobieren können. Wer jetzt für 700 Dollar und einen Datenvertrag für 24 Dollar pro Monat bestellt, bekommt AI Pin frühestens im kommenden Jahr.

Wenn das Alter Ego des modernen Smartphone-Nutzers ohnehin mitsamt aller privaten Daten irgendwo in einer Cloud liegt, kann man auf simple Ausgabegeräte wie ein Smartphone mit Bildschirm verzichten. Der persönliche Assistent kommt ohne sperrige Hardware aus und kommuniziert per Sprache. Das ist wohl die grundlegende Idee der beiden Designer.

Offen bleibt die Frage, wie gut das Ganze funktioniert, und ob man tatsächlich in der Umgebung anderer Menschen längere Zeit mit seinem digitalen Assistenten sprechen will. Auch könnte sich recht schnell zeigen, dass ein Blick auf 100 neue E-Mails viel schneller Wichtiges von Unwichtigem trennt als durch das Vorlesenlassen derselben.

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