Jan Wachtel übernimmt Burdas Zeitschriftensparte

Jan Wachtel übernimmt Burdas Zeitschriftensparte

Bei der Hubert Burda Media ist die wichtigste Personalentscheidung der vergangenen Jahre gefallen: Jan Wachtel führt vom 1. Januar an die Geschäfte der Zeitschriftensparte des Medienkonzerns, Burda Media, und zieht in den Vorstand ein. Er folgt auf Philipp Welte, der in den Verwaltungsrat wechselt.

Nachdem Hubert Burda Ende 2024 die Verantwortung für sein Unternehmen an seine beiden Kinder Jacob Burda und Elisabeth Burda Furtwängler übergeben hatte, war vor allem die Frage, wie es mit dem Zeitschriftengeschäft, dem Herzstück des Unternehmens, weitergeht. Mit Philipp Welte, der seit 32 Jahren bei Burda wirkt, zuerst als Kommunikationschef, dann als Geschäftsführer und schließlich als Vorstand, hatte Hubert Burda den Mann seines Vertrauens gefunden.

Rund 470 Titel verlegt Burda weltweit, beschäftigt bei seinen Blättern rund 5500 Mitarbeiter, der Umsatz der Burda Gruppe lag 2024 bei insgesamt 2,7 Milliarden Euro, für 1,37 Milliarden davon sorgten Burdas Publikationen, deren Transformation ins Digitale eine der größten Aufgaben Weltes war. So wie er mit Verve für Burda ackert, setzt er sich für die Belange der gesamten Branche und der freien Presse ein. Als Chef des Medienverbands der freien Presse (MVFP) wird er nicht müde, der Politik die Bedeutung derselben für die Demokratie vor Augen zu führen und darauf zu dringen, die freien Medien im unfairen Wettbewerb mit den Plattformkonzernen zu unterstützen. Bei der Ampelkoalition stieß der homo politicus Welte damit auf taube Ohren, bei der schwarz-roten Koalition sieht es bislang nicht besser aus. Für den künftigen Burda-Verwaltungsrat Welte wird das jedoch kein Grund sein, nachzulassen.

Wechselt in den Burda-Verwaltungsrat: Philipp Welte.
Wechselt in den Burda-Verwaltungsrat: Philipp Welte.Lando Hass

„Philipp Welte hat unser Verlagsgeschäft erfolgreich ausgebaut und in allen disruptiven Entwicklungen hochprofitabel gehalten. Mit seiner Leidenschaft für publizistische Produkte und seinem unermüdlichen Einsatz für den unternehmerisch finanzierten Journalismus stärkt er Burda und die gesamte Verlagsbranche in Deutschland. Dafür möchte ich ihm unseren großen Dank aussprechen“, schreibt Hubert Burda.

Mit Welte hatte er seinen Eckermann gefunden, und der muss für die Unternehmensnachfolgerin Elisabeth Burda Furtwängler nun der Manager Jan Wachtel sein. Die nötige Erfahrung bringt er mit. Seit 2023 fungiert er als „President Publishing“ beim Bauer-Verlag und leitet das Verlagsgeschäft, die Verlegerin Yvonne Bauer, die ihn ungern wird ziehen lassen, berief ihn zudem in den Executive Board. Zuvor war der 45 Jahre alte Wachtel bei Axel Springer (Managing Director „Bild“ digital, Geschäftsführer „Bild“-Gruppe) und RTL (Geschäftsführer RTL Deutschland). Er freue sich sehr auf die neue Aufgabe, sagte Wachtel. Er empfinde es „als großes Privileg“, gemeinsam mit seinen neuen Kollegen „die Zukunft von Burda zu bauen“. Burda habe „die Medienlandschaft über Jahrzehnte geprägt – eine beeindruckende unternehmerische Leistung. Das daraus gewachsene Markenportfolio bildet ein starkes Fundament, das wir nun auf die Herausforderungen einer sich rasant verändernde Medienwelt ausrichten werden“.

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