Kein stilles Kämmerlein

Kein stilles Kämmerlein

Mönchssittiche (Myiopsitta), die eigentlich in Südamerika beheimatet sind, leben als Neozoen inzwischen auch in Europa – vor allem in Großstädten, wie hier hin Rom. Sie bauen zumeist freistehende, große Gemeinschaftsnester in Baumkronen, an deren Bau sich alle Individuen eines Mönchssittich-Schwarmes beteiligen: Die Männchen knapsen frische Zweige ab, die Weibchen verbauen diese. Gemeinschaftsnester weisen neben den Brutkammern der Pärchen auch Aufenthalts- und Schlafkammern auf, die von bis zu drei nicht brütenden Individuen genutzt werden. Je nach Größe des Schwarms können so Nester mit bis zu 200 Kammern entstehen. Möglicherweise zum Schutz vor Fressfeinden werden neben biegsamen auch dornige Zweige verbaut. Auf dem Land, wo es mehr Raubvögel gibt, siedeln sich Mönchssittiche nur selten an. In Spanien ist dies inzwischen anders: Hier nisten sich Mönchssittiche inzwischen erfolgreich in Storchennester ein. Denn die ansässigen Raubvögel sind deutlich kleiner als die ausgewachsenen Störche und halten sich deshalb zumeist von deren Nestern fern.

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