Legendärer Western, der sein Publikum einst verstörte

Legendärer Western, der sein Publikum einst verstörte

Ein ungewöhnlich harter Western mit John Wayne läuft in der Nacht von Freitag auf Samstag im TV-Programm. „Die Cowboys“ verstörte einst sein Publikum und ist heute spannender denn je.

Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir eine Provision, die unsere
redaktionelle Arbeit unterstützt. Der Preis für dich bleibt dabei
unverändert. Diese Affiliate-Links sind durch ein Symbol
gekennzeichnet.  Mehr erfahren.

Western galten lange als Fundament des klassischen Kinos, doch ihr Stellenwert hat sich über die Jahrzehnte stark verändert. Zwischen nostalgischer Verklärung und moderner Neubewertung bewegen sich Filme wie „Die Cowboys“, die zeigen, warum das Genre bis heute polarisiert. In der Nacht von Freitag auf Samstag, den 24. Januar 2026, zeigt ARTE um 00:25 Uhr diesen Western, der sich deutlich von den Genre-Konventionen seiner Zeit absetzte.

„Die Cowboys“ aus dem Jahr 1972 gilt bis heute als einer der ungewöhnlichsten Filme mit John Wayne. Nicht wegen großer Revolverduelle, sondern wegen seiner schonungslosen Dramaturgie und eines ungewohnt herben Finales. Der Film läuft ohne Werbeunterbrechung und wird auch in der ARTE-Mediathek abrufbar sein. Perfekt also für einen späten, intensiven Filmabend.

Im folgenden Video spricht Kevin Costner darüber, weshalb das Westerngenre seiner Meinung nach im Kino keine Zukunft mehr hat und was das mit dem Publikum zu tun hat.

Warum „Die Cowboys“ damals schockierte

Im Mittelpunkt von „Die Cowboys“ steht ein erfahrener Rancher, der gezwungen ist, einen Viehtrieb ausschließlich mit jugendlichen Helfern durchzuführen. Statt abgeklärter Revolverhelden setzt der Film auf unerfahrene Figuren, Verantwortung, Verlust und bittere Konsequenzen. Genau das sorgte Anfang der Siebziger für Irritationen.

Regisseur Mark Rydell verzichtet weitgehend auf verklärte Westernromantik. Gewalt wird nicht heroisiert, sondern wirkt plötzlich endgültig und erschütternd. Für viele Zuschauer*innen war das damals ein Bruch mit dem Bild des klassischen Hollywood-Westerns und mit dem Mythos, den John Wayne über Jahrzehnte verkörpert hatte.

Die besten Western auf Netflix, entdeckt ihr in dieser Bilderstrecke:

Ein Western, der mit Erwartungen spielt

Gerade das ungewohnt ernste Ende machte „Die Cowboys“ zu einem Film, der lange nachwirkt. Statt Triumph und klarer moralischer Ordnung bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Wer klassische Western liebt, sollte sich bewusst auf diese Tonlage einlassen. „Die Cowboys“ ist kein Wohlfühlfilm, sondern ein Werk, das bewusst provoziert und genau deshalb im heutigen TV-Programm heraussticht. Das Einschalten lohnt sich vor allem für Fans des Genres. Der Film zeigt, wie sich der Western Anfang der Siebziger wandelte und dunklere, realistischere Töne anschlug.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, vergessen Sie nicht, ihn mit Ihren Freunden zu teilen. Folgen Sie uns auch in Google News, klicken Sie auf den Stern und wählen Sie uns aus Ihren Favoriten aus.

Wenn Sie weitere Nachrichten lesen möchten, können Sie unsere Sozialen Medien kategorie besuchen.

Quelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert