Lufthansa meidet Luftraum über Iran und Irak

Lufthansa meidet Luftraum über Iran und Irak

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Auf dem US-Sender Fox News hat Irans Außenminister Pläne für Hinrichtungen von Demonstranten dementiert. „Es gibt überhaupt keinen Plan für Hinrichtungen“, sagte Abbas Araghchi am Mittwoch in einem Interview. Es werde „weder heute noch morgen“ Hinrichtungen durch Erhängen geben. Er betonte zudem, Teheran habe „nach drei Tagen von terroristischen Operationen“, die von Israel inszeniert worden seien, die „volle Kontrolle“ über die Lage im Iran.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump gedroht, er werde sehr starke Maßnahmen ergreifen, sollte Iran damit beginnen, Demonstranten zu hängen. Am Mittwochabend, vor Araghchis Interview, deutete Trump eine Deeskalation an: „Uns wurde gesagt, dass die Tötungen in Iran aufhören“, sagte er im Weißen Haus. Es seien keine Massenhinrichtungen geplant.

Lufthansa umfliegt Iran und Irak

Aufgrund der angespannten Sicherheitslage im Nahen und Mittleren Osten meidet die Lufthansa nach eigenen Angaben „bis auf Weiteres“ den Luftraum über Iran und dem Nachbarland Irak. Dies gelte „für alle Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe“, teilte ein Konzernsprecher der Nachrichtenagentur AFP am Mittwochabend mit. Zudem würden aufgrund der Lage bei Verbindungen in die israelische Metropole Tel Aviv und die jordanische Hauptstadt Amman von Donnerstag an und bis einschließlich nächsten Montag die Rückflüge noch am gleichen Tag stattfinden.

Weiter hieß es, „einige Flüge“ könnten annulliert werden. Die Lufthansa-Gruppe werde die Lage weiter „eng im Blick behalten“ und in den kommenden Tagen weiterhin bewerten. Von Änderungen betroffene Passagiere würden von ihrer Fluggesellschaft kontaktiert.

Am Mittwoch verschärften mehrere Staaten ihre Sicherheitshinweise für Staatsbürger in der Region. So wiesen die USA einen Teil der Mitarbeiter an ihrem Luftwaffenstützpunkt in Qatar an, diesen zu verlassen und forderten Staatsbürger auf, Iran zu verlassen. Die britische Botschaft in ‍Teheran ist einem Medienbericht ‍zufolge vorübergehend geschlossen worden. Italien und Polen haben ihre Bürger zur Ausreise aus Iran aufgerufen.

Das Auswärtige Amt verwies in seinen Reisehinweisen für Qatar und Saudi-Arabien auf eine „äußerst volatile Sicherheitslage in der gesamtem Region“ – und insbesondere auf mögliche Einschränkungen des Flugverkehrs.

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