
Jürgen Hardt (CDU), außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion: „Maduro hat seit vielen Jahren die Zivilgesellschaft in Venezuela unterdrückt und Terror und Drogen in der Region als Machtinstrument zur Destabilisierung seiner Gegner unterstützt. Das war völkerrechtswidrig. Das Ende seiner Herrschaft ist aus Sicht der Menschenrechte eine gute Nachricht.“
Roderich Kiesewetter (CDU): „Die USA verlassen mit Präsident Trump endgültig die regelbasierte Ordnung, die uns seit 1945 geprägt hat. Venezuela ist zwar ein Unrechtsstaat, aber kein Iran, der Nachbarländer wie Israel in der Existenz bedroht“
Adis Ahmetovic, außenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Was wir hier mutmaßlich erleben, ist eine hochgefährliche Verschiebung der internationalen Ordnung. Wenn militärische Gewalt ohne UN-Mandat eingesetzt, Regime-Change offen betrieben und das Völkerrecht zur Verhandlungsmasse degradiert wird, dann ersetzt das Recht des Stärkeren zunehmend die Stärke des Rechts. Wer internationales Recht missachtet und Macht über Regeln stellt, unterscheidet sich im Handeln nicht von autoritären Akteuren.“
Metin Hakverdi (SPD), Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung: „Bereits jetzt gibt es eine innenpolitische Diskussion in den USA, nicht nur Demokraten kritisieren die Militärschläge. Der Kongress war hierzu ja nicht befasst worden“, sagte Hakverdi zu Reuters. Den US-Militärschlag müsse man vor dem Hintergrund der neuen nationalen Sicherheitsstrategie der USA verstehen. Die westliche Hemisphäre sei nun strategische Priorität der USA. „Dort wollen die USA gegen Drogenschmuggel, aber auch den Einfluss fremder Mächte entschieden vorgehen, gegebenenfalls mit Gewalt. Die USA sahen Venezuela als Quelle von Instabilität in der Region.“
Jan van Aken, Chef der Linken: „Wer wie Trump das Völkerrecht bricht und Präsidenten entführen lässt, der betreibt brutalen Staatsterrorismus.“ Er forderte Sanktionen gegen die USA. „Bei völkerrechtswidrigen Angriffskriegen darf nicht mit zweierlei Maß gemessen werden“. fügte er gegenüber der „Bild“-Zeitung hinzu. Wer Russlands Präsident Wladimir Putin sanktioniere, müsse auch Trump sanktionieren. Die Bundesregierung müsse auf eine sofortige Verurteilung des US-Angriffes durch den UN-Sicherheitsrat und die UN-Generalversammlung dringen.
Katharina Dröge, Fraktionschefin der Grünen: „Die Luftangriffe auf die Hauptstadt Venezuelas durch die USA stellen einen Bruch des Völkerrechts dar. Und sie sind eine gefährliche militärische Eskalation“, sagte Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Sie erwarte von der Bundesregierung eine klare Verurteilung.
Sahra Wagenknecht, Politikerin des BSW: „Trumps Militärschlag gegen Venezuela und die Festnahme Maduros sind ein eklatanter Bruch aller Regeln des Völkerrechts, um sich nach Wildwestmanier den Zugang zu den venezolanischen Ölquellen zu sichern“, sagte sie zu Reuters. Auch sie sprach von amerikanischem „Staatsterrorismus“.
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