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#Mehr als 20 Tote nach schwerem Busunglück in Venedig




Bei einem schweren Busunglück in Venedig – im Festlandstadtteil Mestre – sterben mindestens 21 Menschen. Die Lage ist zunächst sehr unübersichtlich. Der Bus war wohl ein Shuttle für Touristen.

Bilder des Grauens aus der Traumstadt: In Venedig im Festlandstadtteil Mestre hat ein Bus die Brüstung einer Hochstraße durchbrochen und ist von einer Brücke rund zehn Meter in die Tiefe gestürzt. Der mit Gas betriebene Bus mit rund 40 Menschen an Bord stürzte auf Gleise und fing unmittelbar nach dem Aufprall Feuer. Nach Angaben des Präsidenten der Region Venetien, Luca Zaia, starben mindestens 21 Menschen – darunter auch Minderjährige.

Unter den Todesopfern ist nach Angaben der italienischen Behörden mindestens ein deutsches Opfer. Von deutscher Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte lediglich mit: „Unsere Botschaft in Rom ist eingeschaltet und steht in Kontakt mit den italienischen Behörden, um zu klären, inwieweit deutsche Staatsangehörige betroffen sind.“

Nach Angaben der zuständigen Präfektur sind unter den Todesopfern auch mindestens fünf ukrainische Staatsangehörige. Der Fahrer, ein 40 Jahre alter Italiener, sei ebenfalls ums Leben gekommen, sagte Präfekt Michele di Bari am späten Abend. Mindestens 20 Insassen des Busses wurden verletzt, 5 davon schwer.

Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein

Die Staatsanwaltschaft Venedig hat offiziell Ermittlungen eingeleitet. Damit soll geklärt werden, warum der Bus von der Brücke stürzte. Mehrere italienische Medien spekulierten, dass der Fahrer wegen einer plötzlichen Übelkeit die Kontrolle über den Bus verloren haben könnte.

Der Bus hatte gegen 19.45 Uhr die Brüstung einer Hochstraße durchbrochen und war zehn Meter in die Tiefe gestürzt. Dort stürzte er auf eine Bahnstrecke und fing sofort Feuer. Bei dem Fahrzeug handelt es sich nach ersten Angaben um den Shuttlebus eines Campingplatzes im Festlandstadtteil Marghera, der auf dem Rückweg aus Venedig war.

Viele Venedig-Urlauber verbringen den Tag in der Altstadt und kehren dann am Abend aufs Festland zurück. Die Übernachtungspreise sind dort deutlich geringer. Aus vielen Ländern kamen noch am Abend Solidaritätsbekundungen. Außenministerin Annalena Baerbock schrieb auf englisch auf X (früher: Twitter): „Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden.“

Genaue Umstände des Unglücks sind weiter unklar

Die Feuerwehr schloss nach eigenen Angaben die Untersuchung des Innenraums des Fahrzeugs noch am Abend ab. Die Einsatzkräfte seien allerdings noch beschäftigt, zu prüfen, ob sich unter dem Buswrack noch Menschen befinden, hieß es. Schon kurz nach dem Unfall waren viele Einsatzkräfte mit mehreren Krankenwagen am Unfallort. Die Bahnlinie zwischen Mestre auf dem Festland und der berühmten Lagunenstadt Venedig wurde unterbrochen.

Die genauen Umstände des Unglücks sind bislang unklar. Der Weg des Busses werde überprüft, eventuelle Hinweise könnten Bremsspuren oder die Beschaffenheit der Straßenoberfläche liefern, hieß es von ermittelnden Polizisten vor Ort.

„Wir sollten den nächsten Bus nehmen, aber der kam nicht, und dann haben wir es gehört“, erzählten junge deutsche Touristen, die ebenfalls auf dem Campingplatz in Marghera waren Reportern. „Es ist eine Tragödie.“

Bürgermeister spricht von „apokalyptischer Szene“

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zeigte sich bestürzt. „Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden. Ich stehe in engem Kontakt mit Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro und Innenminister Matteo Piantedosi, um die Nachrichten über diese Tragödie zu verfolgen“, sagte Meloni laut einer Mitteilung.

Der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, sprach von einer „schrecklichen Tragödie“, die seine Stadt am Abend heimgesucht habe. „Eine apokalyptische Szene, es gibt keine Worte“, so Brugnaro in einem Post auf der Online-Plattform X (vormals Twitter).

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach den Angehörigen der Opfer und Verletzten ihr tiefstes Beileid aus. Sie stehe der italienischen Regierung und den Verantwortlichen in diesem Moment der tiefen Trauer nahe, schrieb sie bei X. Auch der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, zeigte sich betroffen. „Ich bin zutiefst betrübt über das schreckliche Busunglück, das sich heute Abend in Mestre ereignet hat“, so Michel bei X.

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