Nächster Mittelfußbbruch trifft FC Bayern „sehr hart“

Nächster Mittelfußbbruch trifft FC Bayern „sehr hart“

Hiroki Ito vom FC Bayern München fällt wegen eines abermaligen Mittelfußbruchs lange aus. Der vor der Saison vom VfB Stuttgart zum deutschen Fußball-Rekordmeister gewechselte Abwehrspieler hatte bereits im Sommer einen Mittelfußbruch im selben Fuß erlitten. Für Ito ist die schwere Verletzung persönlich hart, den FC Bayern trifft sie in den entscheidenden Wochen schwer.

„Nach den Ausfällen von Alphonso Davies und Dayot Upamecano fällt in Hiroki innerhalb kürzester Zeit der dritte Verteidiger aus. Wir werden nun umso mehr alle Kräfte bündeln, um unsere Ziele weiterzuverfolgen“, sagte Sportvorstand Max Eberl laut Mitteilung des Vereins.

„Gerade erst zurückgekämpft“

Der japanische Nationalspieler zog sich die Verletzung beim 3:2-Sieg gegen den FC St. Pauli zu. Er war in der 58. Minute eingewechselt worden und musste den Platz in der 89. Minute wieder verlassen. „Die Nachricht von der erneut schweren Verletzung von Hiroki trifft uns alle sehr hart. Er hatte sich gerade erst nach monatelanger Reha wieder zurückgekämpft und fällt nun wieder lange aus – man kann nur erahnen, was gerade in ihm vorgeht“, sagte Eberl.

Ito, der für mehr als 20 Millionen Euro aus Stuttgart gekommen war, hatte sich vor der Saison in der Vorbereitung verletzt und war gerade erst zurückgekommen. „Er bekommt von uns alle Unterstützung, die er braucht. Er ist ein Kämpfer und wir freuen uns, wenn er wieder zurück auf dem Platz ist. Kopf hoch, Hiroki – der FC Bayern ist an deiner Seite“, sagte Eberl.

Trainer Vincent Kompany muss in der Abwehr einen Notplan erstellen. „Wir dürfen keine Ausreden suchen, egal was passiert. Auch wenn noch fünf Spieler ausfallen, müssen wir alles dafür tun, dass wir unsere Ziele erreichen“, sagte Kompany.

Die Abwehrreihe der ersten Hälfte mit Konrad Laimer, Eric Dier, Minjae Kim und Raphaël Guerreiro ist auch die wahrscheinliche Formation für die entscheidenden kommenden Wochen. „Wir haben vom ersten Tag an gesagt, dass wir den gesamten Kader zu verschiedenen Zeitpunkten der Saison brauchen werden“, sagte Harry Kane. „Wir werden diese Jungs sicher vermissen. Aber ich denke, um zu zeigen, was für eine Mannschaft wir sind, müssen wir zusammenhalten und noch mehr kämpfen.“

Dreesen über Davies: „Kann nicht sein“

Im Falle von Davies will der FC Bayern nach dessen schwerer Knieverletzung mögliche juristische Schritte von den Antworten des kanadischen Verbands abhängig machen. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen berichtete am Samstag von einem Telefonat zwischen Sportdirektor Christoph Freund und Canada Soccer.

„Nichtsdestotrotz werde ich ihnen nächste Woche schreiben. Ich werde um Aufklärung bitten“, ergänzte er und wiederholte die Vorwürfe gegen die Kanadier: „Es kann nicht sein, einen Spieler, der rausgenommen wird, auf einen Zwölf-Stunden-Flug zu schicken ohne eine Bandage am Knie oder irgendwas.“

Bei Davies war nach der Rückkehr von der kanadischen Auswahl in München ein Kreuzbandriss festgestellt worden. Dass der Linksverteidiger nicht vor Ort noch einen Scan hatte, sorgte bei Dreesen ebenfalls für Unverständnis. „In Los Angeles gibt es vielleicht die größte MRT-Dichte auf die Einwohnerzahl in Nordamerika gerechnet. Ich finde es schon erstaunlich.“

Ob die Bayern wie angedroht den Rechtsweg beschreiten werden, „wird jetzt davon abhängen, was wir auf unsere Fragen für Antworten bekommen“, sagte Dreesen: „Dann werden wir überlegen, wie wir vorgehen.“

Grundsätzlich wünschte sich Dreesen wie zahlreiche seiner Kollegen eine Neustrukturierung der Abstellungsperioden. „In der wichtigsten Phase einer Saison im Klubfußball ist es ausgesprochen ärgerlich, wenn man seine Spieler wieder in die Welt schickt und vorher nicht weiß, ob sie auch gesund zurückkommen. Die Klubs bezahlen die Spieler“, sagte er.

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