Neue Fritz!Box als Backup für DSL und Kabel

Neue Fritz!Box als Backup für DSL und Kabel
Wenn DSL oder Kabel ausfällt, bringt dir das schnellste WLAN wenig. Fritz will genau dieses Problem entschärfen – mit einem Backup-Konzept, das ohne Bastellösungen funktionieren soll. Auf dem MWC 2026 zeigt sich, wie das gedacht ist.

Zwei Fritz!Box-Modelle vor einem MWC-Logo
Fritz! zeigt neue Mobilfunk-RouterBildquelle: Fritz

Auf dem MWC 2026 in Barcelona (2. bis 5. März) stellt Fritz sein aktuelles Portfolio rund um Mobilfunk und Glasfaser aus. Die eigentliche Botschaft steckt diesmal aber weniger in neuer Hardware als in der Frage, wie du Ausfälle im Alltag abfedern kannst. Gerade bei DSL und Kabel, wo Störungen oft plötzlich kommen und dann alles im Haushalt trifft, will Fritz dir eine Lösung aus dem eigenen Hause präsentieren. Ganz uneigennützig ist das nicht, schließlich verkauft man so ein weiteres Gerät. Doch worum geht es? Im Mittelpunkt steht dabei FRITZ!Failsafe. Fritz beschreibt damit einen Ausfallschutz, bei dem bei einem Verbindungsabbruch automatisch eine Ersatzleitung übernimmt.

FRITZ!Failsafe: Zweite Box als Rettungsleine

Das Failsafe-Feature wurde von Fritz bereits in FritzOS 8.20 integriert. Damit ist es möglich zusätzlich zur Fritz!Box am regulären Internetanschluss eine zweite Internetleitung über den WAN- bzw. LAN Port anzubinden. Das kann aktuell ein LAN-Kabel zum Nachbarn, ein beliebiger mobiler Hotspot mit LAN-Ausgang oder auch eine zweite Leitung sein. Fritz will nun eine zweite FRITZ!Box mit mobilem Internetzugang als Backup einsetzen. Sobald die Hauptverbindung abbricht, soll die Ersatzverbindung übernehmen. Fritz nennt als Beispiel eine Mobilfunk-FRITZ!Box wie die FRITZ!Box 6860 5G. Neu hinzu kommt mit dem nächsten FRITZ!OS, dass Nutzer jede FRITZ!Box für Mobilfunk wie beispielsweise die FRITZ!Box 6850 5G oder die jetzt vorgestellte 6835 5G hinter einem Glasfasermodem (ONT) betreiben können, die bei Ausfall automatisch auf Mobilfunk umschaltet.

Für dich ist das vor allem dann relevant, wenn du auf eine stabile Verbindung angewiesen bist: Homeoffice, Videokonferenzen, Cloud-Dienste, Smart-Home-Steuerung oder auch nur der Klassiker, dass zu Hause mehrere Personen gleichzeitig online sind. Ein automatischer Fallback ist hier deutlich alltagstauglicher als „im Problemfall schnell den Hotspot einschalten“. Entscheidend ist, dass das Umschalten und die Integration einfacher werden – unabhängig davon, welche Mobilfunk-Box am Ende bei dir steht.

Die 6835 5G als neuer Mobilfunkrouter vorgestellt

Nebenbei zeigt Fritz auf der Messe auch neue Mobilfunkmodelle wie die FRITZ!Box 6835 5G sowie die FRITZ!Box 6825 4G. Fritz positioniert die 6835 5G als flexible Mobilfunk-Box für Fixed Wireless Access – also als Internetzugang per 5G, wenn Festnetz fehlt oder nicht stabil ist. Sie kombiniert 5G mit Wi-Fi 7 und soll im Mobilfunk-Download bis zu 2 GBit/s erreichen. Praktisch ist die Stromversorgung per USB-C, die sogar den Betrieb an einer Powerbank erlaubt. Dazu kommen ein 2,5-GBit/s- und ein 1-GBit/s-LAN-Port, etwa für TV, Konsole oder Notebook.

Zur FRITZ!Box 6825 4G: Sie ist die kleinere LTE-Variante für einfaches Internet unterwegs oder als Notfall-Backup, mit bis zu 300 MBit/s im Download, Wi-Fi 6 ausschließlich auf 2,4 GHz und einem Gigabit-LAN-Port. Sie wäre ein klassischer Kandidat für einen Backup-Router.

Foto: Wlan-router Fritz! FRITZ!Box 6835 5G Foto: Wlan-router Fritz! FRITZ!Box 6825 4G
Fritz! Fritz!
FRITZ!Box 6835 5G FRITZ!Box 6825 4G

Marktdaten

Anschluss-Art
  • 5G
  • LTE
LTE
Besonderheiten Unterstützt eSIM und SIM
USB-C-Anschluss, auch für den Betrieb per Powerbank
Mit USB-C-Powerbank nutzbar

Daten

LAN-Anschlüsse (10 Gigabit/s) nein nein
LAN-Anschlüsse (2,5 Gigabit/s) 1 nein
LAN-Anschlüsse (Gigabit/s) 1 1
Frequenz
  • 2,4 GHz
  • 5,0 GHz
2,4 GHz
WLAN-Standard
  • IEEE 802.11a (WiFi 1)
  • IEEE 802.11ac (WiFi 5)
  • IEEE 802.11ax (WiFi 6)
  • IEEE 802.11b (WiFi 2)
  • IEEE 802.11be (WiFi 7)
  • IEEE 802.11n (WiFi 4)
  • IEEE 802.11a (WiFi 1)
  • IEEE 802.11ac (WiFi 5)
  • IEEE 802.11ax (WiFi 6)
  • IEEE 802.11b (WiFi 2)
  • IEEE 802.11g (WiFi 3)
  • IEEE 802.11n (WiFi 4)
WLAN-Datenrate (brutto) 3.500 Mbit 600 Mbit
Telefon-Anlage eingebaut

Was du beim Backup-Setup realistisch einplanen solltest

Ein Mobilfunk-Backup ist nur so gut wie die Rahmenbedingungen. Bevor du dich darauf verlässt, solltest du das Setup einmal bewusst durchdenken:

  • Mobilfunk-Empfang am Aufstellort prüfen (im Zweifel ist ein Fensterplatz sinnvoller als der Technikschrank)
  • passenden Tarif bzw. genügend Datenvolumen einplanen. Ideal wäre beispielweise eine MultiSIM für einen bestehenden Vertrag mit hohem Datenvolumen oder einer Flatrate
  • Der Backup-Router verbraucht Strom, auch wenn er nicht gebraucht wird
  • Umschaltung testen: kurz den Hauptanschluss trennen und prüfen, ob alles wie erwartet weiterläuft

Ebenfalls neu auf dem MWC ist übrigens der erste Quadband-WLAN-Repeater von Fritz!, der FRITZ!Repeater 6700 Pro.

Bildquellen

  • Fritz! zeigt neue Mobilfunk-Router: Fritz

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