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#Neue Pläne: Hat das 9-Euro-Ticket doch eine Zukunft?

„Neue Pläne: Hat das 9-Euro-Ticket doch eine Zukunft?“

Das 9-Euro-Ticket kommt gut an. Zu gut, wie man an manchen überfüllten Regionalzügen sieht. Doch eine Verlängerung über den August hinaus wird es nicht geben. Die Bundesregierung hat jetzt neue Pläne für den Nahverkehr und die Tickets ins Spiel gebracht.

Ein Regionalexpress an einem Bahnübergang
Ein Regionalexpress an einem BahnübergangBildquelle: hpgruesen / Pixabay

„Klimaticket“ – das ist der neue Begriff, unter dem der Nahverkehr in Deutschland bezahlbar und verständlich sein soll – so wie das 9-Euro-Ticket. Das zumindest berichtet das Handelsblatt. Innerhalb der Bundesregierung gebe es Überlegungen, das zeitlich befristete Neun-Euro-Ticket im Nahverkehr in veränderter Form als „Klima-Ticket“ fortzuführen.

Das Handelsblatt bezieht sich bei seinem Bericht auf einen Entwurf für ein Klimaschutzsofortprogramm hervor. Er liege der Wirtschaftszeitung vor. So soll „mit tariflichen Maßnahmen die Attraktivität des ÖPNV dauerhaft gesteigert werden, z. B. anschließend an das befristete „9 für 90“-Ticket mit veränderten Konditionen durch ein vergünstigtes Klima-Ticket als einheitliche Länder-Nahverkehrs-Monats- bzw. Jahresfahrkarte für den Schienenpersonenregionalverkehr und den ÖPNV“.

Es ist erstaunlich, wie sich die Bundesregierung in den vergangenen Monaten um den Nah- und Regionalverkehr in Deutschland kümmert. Denn die Zuständigkeit der Tarife liegt eigentlich bei den Ländern und Kommunen. Doch genau das sorgt für ein Tarifwirrwarr, das der Normalbürger kaum oder gar nicht durchblicken kann. Verkehrsminister Volker Wissing strebt tiefgreifende Verbesserungen für einen attraktiveren ÖPNV an, heißt es im Handelsblatt. Aus seiner Sicht sollte das Angebot verständlicher, einheitlicher und kundenfreundlicher werden. „Menschen leben nicht in Tarifzonen. Menschen wollen von A nach B.“

365 Euro-Ticket statt 9-Euro-Ticket?

Der Bund hatte das Neun-Euro-Ticket als Teil seines Entlastungspakets eingefordert. Jetzt, so heißt es in dem Entwurf, plane der Bund ein Klima-Ticket finanziell zu unterstützen. „In welcher Form dies möglich ist, wird geprüft.“ Wissing hatte erst vor wenigen Tagen deutlich gemacht, dass es eine Verlängerung des 9-Euro-Tickets nicht geben werde. Das liege auch an den Kosten, die der Bund mit etwa 1 Milliarde Euro pro Monat zusätzlich beziffert. Würde man jedoch die Kosten für das Ticket auf ein sowohl für Staat als auch Bürger verträgliches Niveau anheben, könnte das anders aussehen. Im Gespräch war in den vergangenen Tagen immer wieder ein 365-Euro-Ticket für ein Jahr. Das wäre immer noch weitaus günstiger als bisherige Monatskarten, die nur in einer Stadt oder Region gelten.

Mit dem Klimaschutzsofortprogramm legt die Bundesregierung fest, wie sie bis 2030 die Kohlendioxid-Emissionen im Land senken will, um ihre Klimaziele zu erreichen. Zuständig ist Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), der die Vorschläge aus den Fachministerien bündelt. Das Bundeskabinett soll das Programm am 13. Juli beschließen.

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  • Ein Regionalexpress im Bahnhof Nürnberg: ArminEP / Pixabay
  • Ein Regionalexpress an einem Bahnübergang: hpgruesen / Pixabay

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