„NFTs zum Schnäppchenpreis“
Kevin McCoys Animation „Quantum“ gilt als erstes je geschaffenes NFT, bei Sotheby’s erzielte es knapp 1,5 Millionen Dollar.
Bild: AFP
Sotheby’s versteigert das erste je geschaffene NFT-Kunstwerk für vergleichsweise kleines Geld. Ein CryptoPunk weckt größere Begehrlichkeiten. Kühlt sich der Hype um die Kryptokunst schon ab?
Bei Sotheby’s in New York wurde das erste je geschaffene NFT-Kunstwerk versteigert: „Quantum“ des amerikanischen Künstlers Kevin McCoy erzielte knapp 1,5 Millionen Dollar – ein bescheidenes Ergebnis im Vergleich zu dem, was andere „Non-Fungible Token“, bei Auktionen schon erzielt haben. Man denke an den Hammerpreis von 60,25 Millionen Dollar für Beeples „Everydays“-Collage bei Christie’s.
Mit der Präsentation von „Quantum“ im Rahmen des „kuratierten“ Verkaufs „Natively Digital“ mit 27 Losen arbeitet Sotheby’s schon an der Historisierung des jungen, zu Spekulationswut einladenden Genres. McCoys animierte Grafik trägt den Zeitstempel „05-03-2014 09:27:34“ und markiert angeblich die Geburtssekunde der Krypto-Kunst.

Mit Mund-Nasen-Schutz: Larva Labs, „Cryptopunk 7523“, 2017, erzielte bei Sotheby’s 11.754.000 Dollar. Das NFT ist das zweitteuerste, das je verkauft wurde.
ERC-20
24 by 24 pixels
Minted on June 23, 2017, ed. 1/1
One of 9 Alien punks
Accessories: Earring (2459 punks have this); Knitted Cap (419 punks have this); Medical Mask (175 punks have this).
Smart Contract Address: 0xb47e3cd837dDF8e4c57F05d70Ab865de6e193BBB
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Bild: Sotheby’s
„Quantum“ hat schon vor sieben Jahre eine der NFT-Technologie vergleichbare Zertifizierung erhalten und gilt deshalb als erstes Kunstwerk dieser Art. Geprägt wurde der Begriff NFT aber erst drei Jahre später. Größere Begehrlichkeiten weckte „Cryptopunk 7523“ von Larva Labs, einer der Pixel-Köpfe, die algorithmisch erzeugt auf der Blockchain Ethereum gehandelt werden. Sotheby’s verkaufte ihn für 11.754.000 Dollar – als zweitteuerstes NFT-Kunstwerk aller Zeiten. Die künstlerisch ungleich anspruchsvollere, aber ihrem Charakter nach nicht digitalen Sammelkarten gleichende Digitalarbeit „The Shell Record“ von Anna Ridler rangierte mit einem Ergebnis von rund 100.000 Dollar weit abgeschlagen dahinter.

Geschaffen von künstlichen neuronalen Netzwerken: eine der Muscheln aus Anna Ridlers digitaler Bildserie „The Shell Record“, 2021, die bei Sotheby’s rund 100.000 Dollar erreichte.
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Bild: Sotheby’s
NFT steht für „Non-Fungible Token“, ein virtuelles Gut, das einmalig und nicht austauschbar ist. Das System basiert wie Kryptowährungen auf der Blockchain-Technologie. Im Gegensatz zu Kryptowährungen ist ein NFT aber einzigartig und gewissermaßen ein virtuelles Sammlerstück, das anhand eines Zertifikats verkauft oder getauscht werden kann. Um die Token ist zuletzt ein regelrechter Hype ausgebrochen. Seit April hat sich die Preisentwicklung auf dem NFT-Markt aber verlangsamt.
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